Waldarbeit

Gerettet aus dem Wald am Heiligen Abend

Lichtenegg Kaltenberg Maria Schnee Bild Legende
Gerettet aus dem Wald. In der Wallfahrtskirche Maria Schnee in Kaltenberg (Lichtenegg, Niederösterreich) hängt ein Gemälde, das im oberen Bereich zwei Männer in einem verschneiten Wald und Maria mit dem Kinde zeigt. Im unteren Bereich wird der Hintergrund dieses Bildes beschrieben:

Im Jahre 1804 war ein sehr kalter Winter mit vielem Schnee. An dem heiligen Weihnachtsabende war ich auf der Reise in einer mir ganz fremden unbekannten Gegend, und mein Weg führte mich durch einen großen Wald. Es wurde Abend, und kein Mensch kam mir unter. Ich verfehlte den Weg, und verirrte mich; denn es war weder ein menschlicher Fußtritt, noch Fußpfad im tiefen Schnee zu sehen. Damahls gab es sehr viele Wölfe, und ich sah von allen Seiten Spuren von diesen Raubthieren. Da seufzte ich: Was wird heute noch mit mir werden? – ich finde nicht aus diesem Walde hinaus. Ein zweyfacher Tod schwebte mir vor Augen; – denn bleibe ich auf dem Erdboden, so muß ich erfrieren, oder werde eine Beute der Wölfe; steige ich auf einen Baum, so muß ich ebenfalls erstarren, muß herabstürzen, und werde von den Raubthieren aufgefressen. –

Aber ich bin durch die Gnade Gottes, und auf die Fürbitte der allerseligsten Jungfrau Maria, die ich stets mit wahrer Inbrunst verehrte, gerettet worden. Ich hörte in einer kleinen Entfernung Schläge wie von einem Holzhauer, und ging augenblicklich, und so schnell als meine Kräfte es vermochten, auf die Gegend zu, und sah da ein kleines Männlein bey einem Baume stehen. Diesen fragte ich: Guter Freund, wo komme ich aus diesem Walde und auf die Straße? O mein Herr, sagte der Mann, wo käme der Herr da hin. Der Wald ist sehr groß, in dieser Richtung findet der Herr nicht mehr hinaus. – Ich bath ihn zweymahl, er solle mich gegen Bezahlung hinaus führen; er ging aber nicht, sondern versicherte, ich werde schon hinaus finden. Zugleich zeigte er mir mit seinen beiden Händen, wo ich gehen soll. – Daß an einem so großen, heiligen Abend Jemand so tief in den Wald geht, um Holz zu hacken, dareüber lasse ich jeden Christen selbst nachdenken; ich aber kann die Wahrheit dieser wunderbaren Begebenheit mit einem Eide bestätigen, und verdanke meine Rettung Gott, und der Fürbitte meiner heiligen Schutzmutter der allerseligsten Jungfrau Maria.

Anton Freyschlag, Kürschnermeister in Edlitz

Ein weiteres interessantes Detail wird auf der Gemeinde-Website erwähnt: “Kaiserin Maria Theresia spendete der Kirche ein Kreuzpartikel, das heute noch verwendet wird”.


Jedes Jahr rund 1.500 Verletzte bei Waldarbeiten

Mehr als 20 Menschen sterben jedes Jahr bei Wald- und Forstarbeiten. Alleine bei privat durchgeführten Waldarbeiten werden jährlich mehr als 1.500 Menschen so schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen, so die Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV).

Mann in Schutzkleidung schneidet mit einer Motorsäge in einen Baum.
Praxislehrer beim Waldwirtschaftskurs an der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl. Monika Bargmann, CC-BY

Es gebe einen deutlichen Unterschied zwischen Waldarbeiten im privaten und im gewerblichen Bereich, zum Beispiel was das konsequente Tragen eines Schutzhelmes oder den professionellen Umgang mit der Motorsäge betrifft. Daher sind die Unfälle im privaten Bereich doppelt so hoch. Es ist wichtig, auf Ausrüstung und Ausbildung zu achten.

An den Forstlichen Ausbildungsstätten Ort, Ossiach und Pichl kann man sich das nötige Know-How aneignen. “Moderne Schutzausrüstung, gutes Werkzeug sowie eine individuelle Schulung durch erfahrenes Fachpersonal sind zentrale Voraussetzungen für eine sichere und effiziente Waldarbeit”, sagt Wolfgang Jirikowski, Direktor der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort.

Weiterlesen in den Salzburger Nachrichten und in der Presseaussendung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit vom 26. Oktober 2017.


Holzarbeit als Robot

“Das Bauholz oder Sägeblöcher aus dem Wald hatten die drei Ämter Krumbach, Schönau und Hochneukirchen zu führen, wobei das Amt Krumbach allein ebensoviel wie die beiden anderen Ämter zu führen hatte. Das Amt Hochneukirchen hatte das Brennholz aus dem Wald zum Weg und das Amt Krumbach dann von dort ins Schloß zu führen”.

Aus: Markus Wieser: Hochneukirchen-Gschaidt. Heimatbuch. Eigenverlag der Gemeinde 1985, S. 25