Traunkirchen

Termin für Internationale Forstfrauenkonferenz 2021 steht fest

Die Internationale Forstfrauenkonferenz “Wald in Frauenhänden” musste aufgrund der Corona-Krise verschoben werden. Der neue Termin steht bereits fest: Die Tagung wird von 12. bis 14. April 2021 am WALDCAMPUS in Traunkirchen stattfinden.

Bei der Konferenz steht die internationale Vernetzung von Frauen in der Forstwirtschaft im Vordergrund. Die Teilnehmenden lernen Initiativen und Best Practice-Beispiele zur Förderung von Frauen in der Forstwirtschaft aus den unterschiedlichen Ländern kennen und können Verbindungen zwischen Forstfrauen-Netzwerken herstellen und vertiefen. Außerdem sollen Frauen und ihre Leistungen in der Forstwirtschaft sichtbar gemacht werden.

Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Forschung und Ausbildung sowie Privatwaldbesitzerinnen werden bei der Konferenz sprechen. Eine Exkursion wird Beispiele aus der Praxis liefern und einen Einblick in die multifunktionale Waldkompetenz Österreichs geben.


Auf dem Weg zur Waldpädagogin

Ich habe den nächsten Schritt in Richtung Waldpädagogin unternommen: Nach dem “Modul F” in Pichl habe ich das “Modul A” in Traunkirchen besucht. Hier einige Photos von wunderbaren und intensiven Tagen in Traunkirchen und Altmünster. Wenn ich in den nächsten Monaten drei waldpädagogische Führungen mache und am 1. Juli meine forstfachliche Prüfung bestehe, kann ich im Oktober das “Modul B/C” besuchen.


Presseaussendung: “Die Zukunft des Waldes ist weiblich”

Heute fand im Forstlichen Bildungszentrum Traunkirchen eine Pressekonferenz zum Thema “Frauenpower für die Forstwirtschaft. Die Zukunft des Waldes ist weiblich” statt. Passt doch sehr gut zu Frau von Wald! Hier die Presseaussendung dazu (Link zu APA OTS).

Köstinger: Die Zukunft des Waldes ist weiblich

Waldcampus Österreich in Traunkirchen ist das Kompetenzzentrum für die Forstwirtschaft. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger betonte bei ihrem Besuch des “Waldcampus Österreich” in Traunkirchen die Bedeutung von Frauen für die Forst- und Holzwirtschaft. Gemeinsam mit Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), und Elfriede Moser, der ersten Landesforstdirektorin Österreichs, ermutigt sie junge Frauen eine Karriere in dieser Branche zu starten.

von links: Peter Mayer (Direktor des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft – BFW), Elisabeth Köstinger (Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Hermine Hackl (Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen), Elfriede Moser (Landesforstdirektorin Oberösterreich). Bild: BMNT/Paul Gruber

2016 waren rund 11 Prozent der Forstarbeiter weiblich, rund 30 Prozent der österreichischen WaldeigentümerInnen sind Frauen und rund 25 Prozent der Waldflächen sind in weiblichem Besitz. Immer mehr Frauen befassen sich mit den Bereichen der Forst- und Holzwirtschaft, wovon auch die gesamte Branche profitiert. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in der Forstwirtschaft noch viele Bereiche mit Aufholbedarf. “Gemeinsam möchten wir in der Zukunft vermehrt auf Frauenpower setzen. Daher wollen wir gemeinsam ein Mentoring für junge Frauen in der Forstwirtschaft hier am Waldcampus Österreich starten“, erklärt Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. Unterstützt wird die Bundesministerin von erfolgreichen Frauen, die bereits eine Pionierrolle in dem Sektor haben. Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), ist eine Unterstützerin der Initiative: “Frauen in der Forstwirtschaft werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Es freut mich besonders, dass der Startschuss für ein solches Mentoringprogramm hier am Waldcampus Österreich – Traunkirchen gesetzt wird”. Auch Elfriede Moser, die erste Landesforstdirektorin Österreichs, verstärkt das Vorhaben: “Wir leben in einer Zeit, in der es selbstverständlich sein sollte, dass Frauen Wälder bewirtschaften. In Kombination mit dem Waldcampus können wir das Know-how steigern und somit junge Frauen bestmöglich ausbilden und unterstützen.”

Waldcampus Österreich – Kompetenzzentrum in Traunkirchen

Im September 2018 wurde der Neubau in Traunkirchen eröffnet. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden 2.700 Kubikmeter Holz verbaut. Rund 120 Schülerinnen und Schüler werden pro Jahr ausgebildet, 300 Kurse werden pro Jahr abgehalten und rund 8.000 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer beleben das Gebäude Jahr für Jahr. “Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp € 44 Mio. ist in Traunkirchen ein echter Waldcampus Österreich entstanden. Als Umweltministerin freut es mich aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf Ökologie, Energieeffizienz und möglichst geringe Betriebskosten gelegt wurde”, so Köstinger.

Klimawandel als größte Herausforderung in der Forstwirtschaft

Der Klimawandel war 2018 und ist in diesen Tagen in der Forstwirtschaft sehr spürbar. Die extreme Trockenheit und außergewöhnlich hohe Temperaturen setzten den österreichischen Wäldern im vergangenen Jahr enorm zu. Die Folge war ein Borkenkäferbefall, den es so in Österreich noch nie gegeben hat. “Die Bundesregierung hat schnell reagiert und ein Unterstützungspaket für die Land- und Forstwirtschaft auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Förderprogramme “Ländliche Entwicklung” wurden insgesamt 20 Mio. Euro für Sofortmaßnahmen bereitgestellt. Ziel war es, die Wiederaufforstung in Mischwälder voranzutreiben”, so Köstinger. Auch in den vergangenen Wochen setzte das Klima den Wäldern zu. Enorme Schneemassen sorgten dafür, dass Bäume umstürzten und Lawinen haben den Wäldern enorm zugesetzt. “Bei der Wiederaufforstung spielt vor allem das Know-how eine wesentliche Rolle. Bildung und Ausbildung garantiert, dass wir eine durchgängige Aufforstung und Verjüngung des Waldes erreichen. Große Schäden entstehen oft dort, wo wenige Maßnahmen zur Aufforstung passieren. Daher wird die Ausbildung hier in Traunkirchen in Zukunft noch wichtiger werden”, erklärt Köstinger abschließend.


Infotag in der Forstfachschule Waidhofen

Programm des Infotags in der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs am 16. Februar 2018Am 16. Februar 2018 können sich Interessierte über die Forstfachschule in Waidhofen/Ybbs informieren.

Die zweijährige Ausbildung an der berufsbildenden mittleren Schule bietet verschiedenste Berufsmöglichkeiten: Forstliche und jagdliche Betriebsführung bis 1000 Hektar; Revierassistent_in; Berufsjägeranwärter_in; Forstunternehmen; Waldbetreuer_in, Waldaufsicht; Agrar- und Waldwirtschaftsgemeinschaften; Holzhandel und Sägewerk; Naturführer_in, Waldpädagogik; Forstschutzorgan; Bundesforste.

Schwerpunkte

Schwerpunktfächer sind Waldökologie und Waldbau, Forst- und Arbeitstechnik, Holzvermessung und Holzprodukte, Vermessung und Forsteinrichtung, Forst- und Umweltschutz, Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, Bauwesen und alpine Naturgefahren, Jagd und Fischerei. Die Praxis wird durch ein forstliches Praktikum und einen Übungsforstbetrieb gewährleistet.

Übersiedlung nach Traunkirchen

Ab dem Schuljahr 2018/19 wird die Forstfachschule Waidhofen/Ybbs gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort zu Europas modernstem forstlichen Aus- und Weiterbildungszentrum in Traunkirchen zusammengelegt.