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Kategorie: Oberösterreich

Hallstatt: HTL-SchülerInnen „retten die Ehre des Kastenfensters“

Historische Kastenfenster werden häufig durch neue Thermofenster aus Holz, Metall oder Kunststoff ersetzt, weil sie eine schlechte Wärmedämmung aufweisen – so sagen die Vergleichstabellen, die üblicherweise zum Einsatz kommen, ohne den tatsächlichen Wärmedurchgang der Originalfenster am jeweiligen Standort zu messen. Schülerinnen und Schüler des Restaurierzweigs der HTL Hallstatt entwickelten als Maturaprojekt gemeinsam mit ihren Professoren ein Messverfahren, mit dem der tatsächliche Wärmedurchgang historischer Fenster direkt vor Ort ermittelt werden kann. Daraus entstand sogar der Fachartikel „Wärmedurchgang bei Doppelfenstern – Konzept zur In-situ- Bewertung historischer Konstruktionen“ in der deutschen Fachzeitschrift „Bauphysik“ (Ausgabe 2/2017). Kurzfassung: Mit Kastenfenstern ist man durchaus gut bedient. Zitat aus dem Beitrag:

So ist ein fachgerecht restauriertes Doppelfenster in einer ganzheitlichen Betrachtung dem rezenten Industriefenster in energetischer Sicht häufig überlegen. Nebenbei
erzeugt der Fenstertausch oftmals bauphysikalische Probleme wie Schimmelbildung an Laibungen und in Eckbereichen, da sich das bauphysikalische Verhalten des Gesamtsystems verändert. Integrativ betrachtet ist damit unter Umständen der Erhalt des historischen Bestandes – auch vom Energieverbrauch her gesehen – die beste Lösung.

Weiterlesen in den OÖ Nachrichten und bei Bauphysik (nicht frei zugänglich).

 
Ö1-Sendung: Wie viel Wildnis verträgt ein Wald?

Die Sendung „Wie viel Wildnis verträgt ein Wald? Ein Streifzug durch den Nationalpark Kalkalpen“ von Lukas Tremetsberger wurde am 18. Oktober im Rahmen der Ö1-Sendereihe „Dimensionen“ ausgestrahlt. Mit einem Download-Abo kann die Sendung noch zwei Wochen lang heruntergeladen werden. Beschreibung:

Der Nationalpark Kalkalpen feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Ein Großteil des 200 Quadratkilometer großen Gebietes im südöstlichen Oberösterreich ist Wald. In der Kernzone wird seit zwei Jahrzehnten keine Forstwirtschaft mehr betrieben: Keine Bäume gefällt oder gepflanzt, abgestorbene Bäume nicht weggeräumt. Das Resultat ist eine naturnahe und vielfältige Waldgesellschaft mit jungen und alten Bäumen verschiedener Arten.

Angrenzende Waldbesitzer befürchteten eine starke Zunahme der Borkenkäferpopulation. Der sechs Millimeter große Forstschädling lebt in Fichten und vermehrt sich unter anderem in von Stürmen entwurzelten Bäumen. Zum Schutz der Nachbarwälder wurden an den Rändern des Nationalparks Bekämpfungszonen eingerichtet, in denen die Entwicklung der Käfer beobachtet und notfalls eingegriffen wird. Mittlerweile sind jedoch Wälder entstanden, die dem Borkenkäfer weniger Nahrung bieten als reine Fichtenbestände.