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Monat: Mai 2018

Landschaft auf Baumstamm: Die Kunst von Alison Moritsugu

Die US-amerikanische Künstlerin Alison Moritsugu wurde 1962 in Honolulu geboren. Sie studierte bildende Kunst und Mathematik in St. Louis und bildende Kunst in New York. Derzeit lebt und arbeitet sie in Beacon, New York. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist The log series, in der sie die Schnittflächen von Baumstämmen bemalt. In ihrem artist statement schreibt sie:

My work reveals how idealized images of the land shape our concept of the natural world – in essence, how our experiences are mediated by the mechanisms of art and culture. Painters throughout art history from the Northern Song, Baroque, Rococo and Hudson River School tailored their depictions of nature to serve an artistic narrative. Today, photoshopped images of verdant forests and unspoiled beaches invite us to vacation and sightsee, providing a false sense of assurance that the wilderness will always exist. By exploring idealized views of nature, my work acknowledges our more complex and precarious relationship with the environment.

Zur Zeit sind Arbeiten von Moritsugu in der Ausstellung „The Tipping Point: Artists Address Climate Change“ im Rockland Center for the Arts zu sehen. Mehr über die Künstlerin auf ihrer Website unter alisonmoritsugu.com.


 
Spektakulär: Vinzenzkapelle in Hernstein

Bei einem Besuch des Pecherlehrpfades in Hernstein (Niederösterreich) wurde ich von der Vinzenzkapelle überrascht. Ein so außergewöhnliches Bauwerk hatte ich einfach nicht erwartet.

DIe Kapelle wurde 2001 von Jutta Woertl-Goessler geplant und 2002 im Rahmen eines Förderprogramms für Kunst im öffentlichen Raum umgesetzt. Sie besteht aus einer  wunderschön geschwungenen Holzwand und einer Glaswand. Dass sie zum Wald hin offen ist, sieht man erst, wenn man sie betritt.

Portraits von Hernsteiner Pechern

Elke Krasny beschreibt die Kapelle im Architekturführer Niederösterreich so:

In die geneigte Holzskelettwand wurde das Bild des heiligen Vinzenz von Saragossa, des Schutzpatrons der Pecher und Holzknechte, sowie übereinander gelagerte Portraits der Pecher in Form von farbigen Gläsern, entworfen von dem Künstler Hans Woertl, eingearbeitet. Hans Woertl machte Fotos der letzten Pecher von Hernstein und überlagerte die Repros. Dieses aus vielen einzelnen zusammengesetzte, kollektive Porträt wurde in der Glaswerkstätte Geyling mit Glasfarben und färbigen Gläsern auf die einzelnen Segmente der gläsernen Bilderwand übertragen.

Über den Pecherlehrpfad selbst ein andermal mehr. Noch eine Anmerkung: Auf der großen Tafel neben der Kapelle werden weder die Architektin noch der Künstler namentlich erwähnt. Wie kommt so etwas?


 
Neuerscheinung: Idyllische Ländlichkeit. Eine Kulturgeographie der Landlust

Cover von Christoph Baumanns Buch "Idyllische Ländlichkeit. Eine Kulturgeographie der Landlust"Eine interessante Neuerscheinung ist für Ende Mai angekündigt: „Idyllische Ländlichkeit. Eine Kulturgeographie der Landlust“ von Christoph Baumann. Ich bin gespannt, ob auch der Wald darin eine größere Rolle spielt.

Die Lust am Ländlichen

Verlagstext: „In Zeiten sinkender Auflagen erfreuen sich Magazine und Zeitschriften, die sich mit dem Leben auf dem Land beschäftigen, großer Beliebtheit – allen voran die Zeitschrift ‚Landlust‚. Ausgehend von neueren Überlegungen der Sozial- und Kulturgeographie geht Christoph Baumann dieser Lust am Ländlichen nach. Unter Zusammenführung einer historischen Auseinandersetzung, einer medienanalytischen Detailstudie sowie einer gesellschaftsdiagnostischen Interpretation der spätmodernen idyllischen Ländlichkeit zeigt seine Studie, inwiefern sich eine positive Bezugnahme auf das Ländliche historisch herausgebildet hat und welche Rolle sie in unserer Gegenwartsgesellschaft, in der immer mehr Menschen in Städten wohnen, einnimmt“.

Christoph Baumann ist Kulturgeograph und seit 2014 Mitarbeiter des Instituts für Geographie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.

Das Buch erscheint am 27. Mai 2018 im Bielefelder transcript Verlag. Es hat 268 Seiten und kostet 30,90 EUR. ISBN 978-3-8376-4333-6 (gedruckte Ausgabe), ISBN 978-3-8394-4333-0 (eBook/PDF).

Landlust und Landliebe

„Der Erfolg des Magazins Landlust ist nach wie vor phänomenal und stellt Zeitschriftenmacher vor ein Rätsel“, schreibt Stefan Winterbauer im Artikel „Welches Land-Heft macht die meiste Lust?“ auf meedia.de. Schon interessant, dass in Zeiten zunehmender Entfremdung vom Landleben und der Landwirtschaft diese Zeitschriften so boomen. Aber vielleicht liegt das eben gerade daran. Nur einige Zeitschriften dieser Art: Landidee, Landliebe, Servus Magazin, Liebes Land, Mein schönes Land… Mir persönlich sagen die „Landlust“ (das hochwertige Original) und das „Servus Magazin“ (qualitativ vergleichbar, starker Österreich-Bezug) am meisten zu.