Baum

Baumarten, Bäume als Objekte

Sarah Ross-Thompson: All in a row

Die Graphikerin Sarah Ross-Thompson wurde 1965 geboren und lebt an der Westküste Schottlands. Sie hat sich auf die Technik der Collagraphie spezialisiert, dabei werden die Druckvorlagen als Collage gestaltet: “I construct my collage printing plates using materials such as string, salt, corrugated card, porridge oats and lichen”. Mehr auf ihrer Website rossthompsonprints.com.


Lerne den Baum des Jahres 2021 kennen

Jedes Jahr kürt der Umweltschutzverein “Kuratorium Wald” in Kooperation mit dem Ministerium den “Baum des Jahres”. Im Jahr 2021 ist das die Linde – und zwar Winterlinde und Sommerlinde. Die Linde am Dorfplatz war Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens und Versammlungsort: “Unter der Linde wurden Feste abgehalten, gefeiert und getanzt aber auch Gericht gehalten – unter der Linde erhofften sich die Menschen ein milderes, linderes Urteil als unter Eichen. So findet man auch noch heute in vielen Dörfern eine Linde an zentralen Orten”.

Dekobild Farbphoto Linde Baum des Jahres

Ein Webinar der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl beleuchtet ihn von allen Seiten: Standortsansprüche, waldbauliche Behandlung, Holzvermarktung, Verwendungsmöglichkeiten von gestern und heute, Bedeutung des Baumes in der Biodiversität. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. März 2021, von 9.00 bis 11:30 Uhr online statt.

Programm

  • Die Verbreitung des Baumes 2021 in Österreich, Europa und seine Bedeutung im Ökosystem Wald. Tips und Tricks zur waldbauliche Erziehung und Vermarktung des Holzes! – Dipl.Ing. Josef Krogger, Waldbaureferent der Landwirtschaftskammer Steiermark
  • Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Holzes vom Baum des Jahres 2021. Alte und neue Verwendungsmöglichkeiten und Information zu den technischen Holzeigenschaften. – Dipl.Ing. Dr. Michael Grabner, Institut für Holzforschung, Tulln
  • Die Baumart des Jahres 2021 in der Mythologie, Religion und Geschichte. Traditionelle Nutzungsmöglichkeiten. – Ing. Johannes Müller, Terravie, Verein Walderleben, Waldpädagoge
  • Was kreucht und fleucht am Baum des Jahres 2021. Hotspot der Biodiversität – Sandra Aurenhammer, MSc, Ökoteam, Graz
  • Diskussionsrunde mit allen Referent*innen
  • Diskussionsleitung: Dipl.-Ing. Martin Krondorfer, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung über www.fastpichl.at. Der Zugangslink wird am Vortag der Veranstaltung zugesandt.


Vierzigtausend Bäume aus der British Library

Die British Library stellt auf der Photoplattform Flickr Millionen von urheberrechtsfreien Bildern zur Verfügung. Die Bibliothek lädt explizit dazu ein, die Bilder zu verwenden und zu teilen. Alleine mit der Suche nach “tree” bekomme ich über 44.000 Treffer! Ich habe nicht alle durchgeschaut – hier eine minimale Auswahl:
Fünfzehn Zeichnungen von Bäumen aus dem Bestand der British Library
Es gibt nicht nur Bäume, sondern auch andere Pflanzen, Tiere, Holzfäller, Flößer, und das nicht nur aus dem britischen Empire, das ja für sich alleine genommen schon groß genug wäre, sondern aus verschiedensten Ländern. Ein Schatz, bei dem man Stunden zubringen kann!


Pecherei – von der Tradition zum Lifestyle

Einladung Buchpraesentation Pecherei Piesting Am Mittwoch, dem 11. Dezember 2019, wird der Bildband “Die Pecherei. Von der Tradition zum Lifestyle” präsentiert. Die Wiederentdeckung des traditionellen Handwerks der Harzgewinnung als Lifestyle-Erlebnis steht im Mittelpunkt des Buches der PhotographInnen Ingeborg Zeh und Gerhard Kogler.

Ort und Zeit: Kupelwieser.kultur.zentrum in Markt Piesting (Niederösterreich), 11. Dezember 2019, 19 Uhr.

Rahmenprogramm: Musik mit der Männergesangsgruppe “Almbleaml” aus Hernstein, Speisen und Getränke vom Buffet, exklusiv die ersten Exemplare des Bildbandes.

Mehr Information zum Thema Pecherei im Piesting- und Triestingtal gibt es auch auf schwarzfoehre.at bzw. keafoehrene.at. Die Website wird von den KEAföhrenen betrieben. Diese Gruppe begeisterter Menschen, Betriebe und Gemeinden setzt sich seit 2013 für die Verbreitung von Wissen und den Vertrieb von Produkten rund um die Schwarzföhre ein: “Lange Zeit stellte die Pecherei, also die Gewinnung und Verarbeitung des Baumharzes von der Schwarzföhre, die wirtschaftliche Lebensgrundlage vieler Familien in der Region dar. Pech war als Grundstoff für Farben, Lacke, Hautcremes oder Arzneien äußerst beliebt. In den 1970er Jahren wurde das ‘Gold der Region’ dann durch billigere Erdölprodukte ersetzt. Heute steigt wieder das Interesse an traditionellem Handwerk wie der Pecherei und den aus dem Harz erzeugten Produkten. Die Pecherei in Niederösterreich wurde 2011 in die Liste des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen”.


Winzendorf: Themenweg Harz und seine Gewinnung

Am vergangenen Wochenende habe ich den Themenweg “Harz und seine Gewinnung” in Winzendorf (Bezirk Wiener Neustadt) besucht. Hier werden an neun Stationen Föhren fachkundig von einem ortsansässigen Pecher bearbeitet und die Arbeitsvorgänge auf Schautafeln erklärt. Wetterbedingt habe ich nur den ersten Teil des Weges begehen können, aber er kommt definitiv auf die Liste für die Ausflugsziele mit kurzer Anreise, die ich auch spontan besuchen kann.

Der Dorferneuerungsverein Winzendorf hat den Themenweg im Jahr 2011 eröffnet. Leider sind einige der Schautafeln schon sehr vom Wetter mitgenommen und mittlerweile schlecht lesbar. Die Erhaltung solcher Wege ist aufwendig, das verstehe ich. Es wäre außerdem gut, wenn der Themenweg auf der Lehrpfade-Seite des Nachhaltigkeitsministeriums gelistet wäre.


Zehnter NÖ Baumtag: von Esche bis Ergonomie

Am 20. September 2019 findet der zehnte Niederösterreichische Baumtag in Baden bei Wien statt. Er umfasst eine Fachtagung, eine Fachmesse und ein öffentlich zugängliches Rahmenprogramm. Organisiert wird der Baumtag von Vlasitz & Zodl in Kooperation mit Arbor Technical Institute.

Das umfangreiche Programm kann auf baumtag.at nachgelesen werden. Hier nur ein Auszug:

Das Programm der Fachtagung bietet vielfältige Vorträge wie “Vom besonderen Wert der Bäume”, “Neues vom Eschentriebsterben” und “Tierisch gute Baumfäller am Werk” und schließt mit dem “Baum des Jahres: Die Walnuss”. In der ruhigen Couch-Zone können Fragen gestellt werden. u.a. an Horst Stobbe (Institut für Baumpflege, Hamburg) und Peter Fischer-Colbrie, den ehemaligen Direktor der Österreichischen Bundesgärten, bzw. an Tomas Stoisser (Stadt Graz) und Stefan Schmidt (HBLFA Gartenbau Schönbrunn). Das Kletterforum für Baumpfleger_innen widmet sich dem “Ergonomischen Arbeiten mit der Motorsäge am Baum” und “Glück im Unglück – Unfall am Baum”.

Für Baum- und Gartenbegeisterte bietet die Fachmesse im Kurpark ein großes Angebot: professionelles Werkzeug und Arbeitskleidung, Baum-Manschetten zum Schutz von Jungbäumen, Baumpflanzmaterial, Bücher, Allerlei vom Baum und vieles mehr.

Das Rahmenprogramm findet im Kurpark statt und ist für alle zugänglich. Hier referiert zum Beispiel der Beregnungsexperte Othmar Wukitsevits über optimale Baumbewässerung. Zu einem ungruseligen “Interview mit einem Vampir” (der Fledermaus) lädt Katharina Bürger von der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich. “(Importierte) Schädlinge am Baum – muss jeder Schädling bekämpft werden?” fragt Hannes Krehan vom BFW. Das Publikum kann die persönliche Hebe- und Tragetechnik am Info-Stand der AUVA testen.

In einer Sonderausstellung präsentiert Gärtnermeister Robert Grill ausgewählte Exponate aus seiner Sammlung zum Thema “Baum & Pilz“.

Anmeldung und Eintritt

Fachmesse und Rahmenprogramm sind frei zugänglich. Der Eintritt für die Fachtagung beträgt 85 EUR; Ermäßigungen gibt es im Vorverkauf bis 13. September, für Mitglieder der International Society of Arboriculture und StudentInnen mit Ausweis. SchülerInnen bis 18 Jahre bezahlen auch für die Tagung keinen Eintritt. Anmeldung.


Rogalin: drei legendäre Eichen

Die Steileichen im Park des polnischen Schlosses Rogalin haben eine besondere Bedeutung: Drei von ihnen erinnern an die Legende der drei Brüder Lech, Čech und Rus, die als Stammväter der slawischen Länder Lechland (Polen), Čechy (Böhmen) und Rus (Ruthenien) gelten. Die Bäume sind nicht sehr hoch, aber um die siebenhundert Jahre alt.

Die Sage der drei Brüder liegt in verschiedensten regionalen Varianten vor. Im wesentlichen geht sie von einer Zeit aus, als alle Slawen gemeinsam zwischen Weichsel und Dnjepr lebten und die gleiche Sprache verwendeten. Als Wild und Fisch für die Bevölkerung zu knapp wurde, wurde den Brüdern klar, dass sie alle wegziehen müssten. Sie trennten sich also und ließen sich mit ihrem jeweiligen Familienstamm an verschiedenen Orten nieder.

Bildquelle: magro_kr: “Lech, Czech i Rus“. Flickr, 3. Mai 2012, CC-BY-NC-ND. Weitere Information: Wikipedia, Website des Museums.


Ninmenju – der japanische Kopfbaum

Jinmenju oder Ninmenju ist in der japanischen Folklore ein Baum, dessen Blüten und Früchte wie menschliche Köpfe aussehen. Diese Köpfe können nicht sprechen, aber lächeln und sogar lachen.