Header Image

Kategorie: Niederösterreich

Naturschutztag: Wie wünschen wir uns den Wald von morgen?

Wald, BäumeDer Naturschutzbund Niederösterreich lädt am 20. Oktober 2018 zum NÖ Naturschutztag im Kunsthaus Horn (Wiener Straße 2, 3580 Horn, Informationen zur Anreise).

Der Wald steht im Zentrum zahlreicher Interessen wie kaum zuvor. Borkenkäfer, Eschentriebsterben und Schwammspinner sind eine große Herausforderung für die Forstwirtschaft. Gleichzeitig gewinnt der Wald zunehmend an Bedeutung als Wohlfühloase, Erholungs- und Regenerationsraum für den gestressten Menschen.

Was wünschen wir uns vom Wald als Wirtschaftsraum, als Lebensraum zahlreicher Pflanzen- und Tierarten und als Erholungsraum für den Menschen? Kann der Wald all die Ansprüche, die an ihn gestellt werden, heute noch erfüllen? Wie muss ein Wald aussehen, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Diese Fragen werden bei einer Exkursion, Vorträgen und Diskussionen behandelt.

Programm am Naturschutztag
  • 09:30 Uhr Exkursion: Niederschlagsmangel und die Folgen für den Wald am Beispiel Horner Becken – Borkenkäfermassenvermehrung, Eschensterben und was nun? – Forstdirektor Herbert Schmid – Stift Altenburg
  • 12:30 Uhr Jahreshauptversammlung des Naturschutzbund NÖ
  • 14:00 Uhr Eröffnung und Grußworte – Walter Hödl (Naturschutzbund NÖ), Jürgen Maier (Bürgermeister der Stadtgemeinde Horn), Vertreter_in von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner
  • 14:15 Uhr Der Wald im globalen Wandel. Internationale Entwicklungen und ihre ökosystemaren und sozio-ökonomischen Auswirkungen – Christoph Wildburger (IUFRO Coordinator Global Forest Expert Panels)
  • Wie wird der Wald von morgen aussehen? – Rupert Seidl (Universität für Bodenkultur)
  • 15:00 Uhr Wie sieht es in der Praxis aus? Kurzer Impulsvortrag und anschließende Podiumsdiskussion mit P. Michael Hüttl (Stift Altenburg), Erhard Kraus (Forschungsgemeinschaft LANIUS), Ute Nüsken (NÖ Naturschutzjugend), Wolfgang Riener (Förster im Nationalpark Thayatal), Andreas Schwarzinger (Waldviertel Tourismus)
  • 16:30 Uhr Was wünsche ich mir vom Wald von morgen? Publikumsdiskussion
  • 17:30 Uhr Gemütliches Zusammensein

Weitere Informationen, Programm zum Download (PDF).


 
Exkursion: Mittelwald in den Marchauen

Das Storchenhaus in Marchegg bietet immer wieder spannende Exkursionen im Gebiet der Marchauen an, zu denen ich gerne mitfahre. Am 8. September war das Thema „Mittelwald“. Mittelwald – was ist das? Um das zu klären, müssen wir erst einmal Niederwald und Hochwald unterscheiden.

Der Niederwald ist durch Stockausschlag gekennzeichnet – Bäume wie Pappel, Hainbuche und Haselnuss werden regelmäßig abgeschnitten und treiben am Stock wieder aus. Die Umtriebszeit beträgt rund 35 Jahre. Das Holz wird vorrangig zur Brennholzgewinnung verwendet, es entsteht kein Wertholz. Im Hochwald dagegen bilden sich neue Bäume aus Samen und wachsen hoch heran, er verfügt über eine hohe Holzqualität und dient zur Wertholzgewinnung. Die Umtriebszeit liegt bei ca. 80 bis 160 Jahren. Ein Mittelwald hat beide Elemente auf einer Fläche.

Welche Vorteile hat das? Durch den aufgelichteten Baumbestand fällt Licht bis auf den Boden. Dadurch entsteht eine andere Vegetation als in einem dichten Wald. Alte besonnte Bäume, die es sonst nur mehr selten gibt, sind besonders wertvoll für spezialisierte Käfer. Eine mosaikartige Fläche statt einem scharfen Übergang zwischen Wald und Wiese ist überhaupt für viele Insektenarten ein idealer Lebensraum. Auf den offenen Flächen siedeln sich Pionierpflanzen an. Der Mittelwald ist naturschutzfachlich eine der besten Wirtschaftsweisen, sagt uns unser Begleiter, der Förster und Landschaftsplaner Manuel Denner.

Wie ein Mittelwald entsteht

In Marchegg und Umgebung gibt es zwei Methoden: In Marchegg sorgen Konikpferde dafür, dass bestimmte Flächen offenbleiben und nicht verwalden. Die großen Wiederkäuer, die das früher erledigt haben – Auerochsen, Wisente und Wildpferde -, gibt es ja nicht mehr in freier Natur. Die Beweidung ist besser als eine Mahd, da sie nicht auf einmal erfolgt.

In Baumgarten an der March, wo auch die kleine Forstverwaltung des WWF-Naturreservats Marchegg liegt, konnten wir uns die Versuchsflächen in einem normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Gebiet anschauen. Hier wird forstlich eingegriffen – auf zwei Flächen wurde vor einem dreiviertel Jahr bzw. eineinhalb Jahren ausgelichtet. Die Bestandsbäume wurden GPS-erfasst und numeriert. Auf der Fläche, auf der der Schlag vor eineinhalb Jahren erfolgte, sind jetzt schon seltenere Vogelarten wie Goldammer und Wendehals zu sehen. Es finden sich seltene Pflanzenarten ebenso wie Gartenflüchtlinge. Da es hier einen hohen Wildschweinbestand gibt und die Hainbuchen sehr stark sind, haben es die langsam wachsenden Eichen schwer, hier aufzukommen. Einige wurden daher versuchsweise mit Reisighaufen umgeben. Das hat gut funktioniert. Außerdem werden seltene Baumarten wie die Wildbirne gefördert.

Nächste Exkursion: Welt der Pilze

Die nächste Exkursion des Storchenhauses widmet sich übrigens dem Thema „Die geheimnisvolle Welt der Pilze“ und findet am Sonntag, dem 14. Oktober 2018, statt. Anmeldung bis 12.Oktober 2018 per eMail an marchegger.storchenhaus@gmail.com oder Telephon 0681/81644656.


 
Naturdenkmal Fleischesserföhre

Keine Sorge, die Fleischesserföhre heißt nur so – sonst wäre ich vom heutigen Ausflug vielleicht nicht zurückgekehrt… Dieses Naturdenkmal befindet sich im Naturpark Sierningtal-Flatzer Wand im Bezirk Neunkirchen (Niederösterreich). Die große Föhre beeindruckt nicht so sehr durch ihre Höhe, sondern durch den Stammumfang und den bemerkenswerten Kronenschirm.

Angeblich wurde sie von einem verarmten Bauern namens Fleischesser in seinem ehemaligen Wald gepflanzt (Quelle).


 

 
Vierbrüderbaum: Naturdenkmal in Vöstenhof

Der Vierbrüderbaum: ein beeindruckendes Naturdenkmal. Diese Schwarzföhre in Vöstenhof (Bezirk Neunkirchen) wurde laut der Informationstafel im Jahr 980 „als Sämling geboren“ und erlebte „durch Wildverbiss in jungen Jahren starke Stammentwicklung mit viertriebigem Aufwuchs“. 1930 wurde der Baum unter Naturschutz gestellt. In den 1950er Jahren wurde der Baum mit Beton und Bitumen ausgegossen, um ihn zu stabilisieren.

1972 entzündete sich der Baum durch einen Blitzschlag, durch eine Sprengung wurde der innere Brandherd bekämpft, dabei wurden über der Höhe von drei Metern zwei verkohlte Stämme abgeworfen. Daher ragen nur mehr zwei Stämme hinauf. 1980 wurde der Baum von der Stadt Wiener Neustadt restauriert, 2010 von zwei Vöstenhofern. Laut Gemeinde-Website hat die zuständige Behörde die Unterschutzstellung im Jahr 2010 wieder aufgehoben, ein Grund ist nicht angegeben.

Wer den Vierbrüderbaum mit eigenen Augen sehen will: Von St. Johann bzw. Sieding (Ternitz) ist es ein schöner Spaziergang. Sonst kann man natürlich auch mit dem Auto nach Vöstenhof fahren. Der Baum ist auf Google Maps eingezeichnet.

Interessante Bilder gibt es auch auf monumentaltrees.com.


 
ZeOrb: im Wald mit der Glaskugel

Haufen mit Rinde, darauf Glaskugel, in der sich die Rinde spiegelt

Vor kurzem habe ich mir eine ZeOrb gekauft, eine Glaskugel für besondere visuelle Effekte. Auf der Hohen Wand habe ich sie erstmals ausprobiert. Ich bin noch nicht zufrieden, aber das Potential hat sich durchaus gezeigt. Das Problem ist, einen geeigneten Platz zu finden, wo die Kugel nicht davonrollt, sofern man die Hand nicht drauf haben will 😉


 
Traditionelles Holzhandwerk in neuen filmischen Vermittlungsformen

Presseaussendung der FH St. Pölten: „Kulturelles Erbe neu aufbereitet. Projekt der FH St. Pölten vereint traditionelles Holzhandwerk mit neuen filmischen Vermittlungsformen

Das Holzhandwerk gilt als eines der ältesten Handwerke und wurde über lange Zeit größtenteils mündlich weitergegeben. Im Projekt „Holzhandwerk Revisited“ entwickelten Holz- und BewegtbildforscherInnen der FH St. Pölten und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und dem Österreichischen Freilichtmuseum Stübing neue Dokumentations-Formate, um ausgewählte Holzhandwerkstechniken mittels Bewegtbild für nachfolgende Generationen zu erhalten.

„Es existieren zwar historische Filmaufnahmen und Dokumentationen, diese werden allerdings oftmals den wissenschaftlichen Ansprüchen einer umfassenden Dokumentation des Handwerks nicht gerecht“, erklärt Rosa von Suess, FH-Dozentin und Leiterin des Projekts an der FH St. Pölten. „Ziel unseres Projekts ist es, traditionelles Holzhandwerk mit neuen, innovativen Vermittlungs- und Darstellungsformen zu vereinen und so dieses alte Wissen auch für nachfolgende Generationen nutzbar zu machen“, so Michael Grabner, Projektleiter vom Institut für Holztechnologie und nachwachsende Rohstoffe der Universität für Bodenkultur Wien.

Altes Handwerk, neue filmische Formate

Die ForscherInnen der FH St. Pölten und der BOKU Wien arbeiteten dabei mit Schülerinnen und Schülern der Waldorfschule Wien West zusammen. In einem partizipatorischen Ansatz wurden Handwerkstechniken definiert, die dokumentiert werden sollten, Film- und Medienarchive durchsucht und gefundenes Material analysiert. In einem Kameraworkshop erprobte das Team Aufnahmetechniken auf ihre Anwendbarkeit und entwickelte schließlich in Workshops gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern Konzepte für das Dokumentar-Format. Ein Format wurde auf Basis von 360-Grad-Video entwickelt, ein weiteres baut auf die Dramaturgie von State-of-the-art Educational Content und Tutorials auf.

Von der Herstellung eines Holznagels bis zum Behauen von Rundholz

In Testdrehs wurden die beiden entwickelten Formate auf die ersten vier Holzhandwerksprozesse angewandt: die Herstellung eines Holznagels und eines Birkenreisigbesens mittels Mehrkamera-Produktion, sowie die Herstellung von Zaunringen und das Behauen von Rundholz, die mit 360-Grad-Kamera umgesetzt wurden, um die räumliche Dimension des Handwerks einzubeziehen. Die so entstandenen „Edutorials“ vereinen die instruktiven Elemente von Online-Tutorials mit den Eigenschaften von Lernvideos: strukturiert, einfach zu verstehen und zusammenfassend.

Das Projekt wird im Rahmen des Forschungsförderungsprogrammes Sparkling Science unterstützt.


 

 
Heilpflanzen und Hausmittel in der Buckligen Welt

1990 hat Kornelia Fromwald an der Universität Wien eine Diplomarbeit über Heilpflanzen und Hausmittel in der Buckligen Welt eingereicht. Dafür hat sie im Sommer 1988 rund 300 Personen befragt und die Angaben von 55 Personen in die Arbeit aufgenommen. Diese Befragten verfügten auch über altes, mündlich überliefertes Wissen.

Menschen, die über Wirkung und Anwendung von Volksheilmitteln Bescheid wissen, haben sich durch die Beschäftigung mit Heilpflanzen eine gewisse Naturverbundenheit bewahrt. Sie sind vorwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt. Beim überwiegenden Teil der Auskunftspersonen handelt es sich um Frauen. (…) Menschen mit altem Volkswissen sind im Durchschnitt schon über 50 Jahre alt. Bei Jüngeren waren oft erst das Auftreten schwerer körperlicher Leiden oder einelange erfolglose schulmedizinische Behandlung Anlaß, auf überlieferte Heilverfahren zurückzugreifen. (S. 11)

Die Arbeit enthält zunächst eine Liste von Pflanzen(teilen), bei der angegeben wird, in welcher Zubereitung sie wofür verwendet werden. Die Liste ist nach den lateinischen Namen geordnet. Beispiele aus der Welt der Bäume: Maiwipferl der Tanne oder Fichte werden als wässriger Auszug für Sitzbäder gegen Blasenkatarrh verwendet oder als Sirup gegen Husten gereicht. Tannenharz kann man auf Wunden streichen. Im Mixer pürierte und mit Eiweiß vermischte Nadeln dienen für Umschläge bei Verstauchungen. Kastanienschnaps und Kastanienblütenschnaps dienen der Einreibung, Rosskastanien unter dem Leintuch sollen „die Schmerzen herausziehen“. Lärchenharz oder Föhrenpech wird bei eitrigen Wunden verwendet und nach dem Trocknen wie ein Film abgezogen. Wässriger Auszug von Birke wirkt blutreinigend und entschlackend, jener der Robinie sei „gut für den Darm“.

Lärchenharz und Tannenwipferl

Im nächsten Kapitel finden sich verschiedene Zubereitungen, geordnet nach der Art des Auszuges. Ein Beispiel ist ein Rezept für eine Wund- und Heilsalbe, die unter anderem Wipferl von Weißtanne, Fichte und Föhre und Lärchenharz enthält.

Das nächste Kapitel behandelt Hausmittel aus nicht-pflanzlichen Produkten, zum Beispiel Schweineschmalz, Topfen, Kuhfladen, Katzenfell oder Sauerteig. Beispielsweise soll man bei einem Asthmaanfall ein Bad in Wasser, in dem Holzasche 30 Minuten gezogen hat, nehmen. In der Einleitung zu diesem Abschnitt schreibt Fromwald:

Heute werden die Zubereitungen vor allem zur Behandlung leichter Krankheiten, die noch keinen Arztbesuch erfordern, verwendet. Einige der angegebenen Heilverfahren bezeichnen die InformantInnen selbst als veraltet oder kurios, doch wird die Wirksamkeit selten in Frage gestellt. (S. 101)

Die Diplomarbeit „Volksmedizinische Verwendung von Heilpflanzen und Hausmitteln in der Buckligen Welt (Niederösterreich)“ ist nicht online abrufbar, sie kann aber auf der Universitätsbibliothek Wien ausgeliehen werden. Es wäre interessant, die Erhebung dreißig Jahre danach zu wiederholen.


 
Durchatmen in Ramplach

Nach all der Dürre und Hitze in den letzten Wochen war es faszinierend, gerade mal eine Viertelstunde entfernt von mir einen dermaßen grünen Wald zu sehen. Inklusive Feuersalamander und Eierschwammerl! Zweiteres hätte ich eigentlich besser nicht verraten 😉 Ramplach liegt im Schwarzatal und gehört zur Gemeinde Wartmannstetten. Auf dem kleinen Rundweg sieht man u.a. das Marienbründl, einen Bildbaum, das Schloss und die Kapelle.

Das regnerische Wetter hat ein Durchatmen ermöglicht und den Wald in sanften Nebel getaucht. An manchen Stellen hätten wir uns über ein Einhorn gar nicht gewundert.


 

 
„den bäumen kunstgemäsz seitenäste abnehmen“. Über Kopfbäume und Schnaiteln

Farbphoto Kopfweiden Schneiteln geschneitelte Baeume Kopfbäume WeidenBei einem Sonntagsspaziergang am Johannesbach in Würflach bin ich diesen geschnaitelten Weiden begegnet. Man sagt auch „Kopfbäume“ dazu. Die Jungäste verschiedener Baumarten wurden regelmäßig geschnitten, dadurch entsteht diese spezielle Form. Im Deutschen Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm wird Schnaiteln als „den bäumen kunstgemäsz seitenäste abnehmen“ definiert. Der Vorgang wird Schneiteln, Schnaiteln, Schnoaten, Schnatten oder auch Grassen genannt.

Die Anwendungen sind vielfältig: Weidenruten dienten zum Korbflechten oder als Bohnenstangen, Eichenrinde war für die Ledergerbung notwendig, Fichten- und Eschenzweige dienten als Einstreu. Eschenlaub wurde als Viehfutter für Ziegen verwendet, aber auch die Menschen verwendeten Speiselaub.

6128 Kopfbäume im Burgenland kartiert

Das Schnaiteln war in ganz Österreich gebräuchlich. Der Burgenländische Naturschutzbund hat eine umfassende Broschüre dazu herausgegeben, die online im PDF-Format heruntergeladen werden kann: „Kopfbäume – das vergessene Kulturgut: Erfassung, Pflege, Erhaltung und Bewusstseinsbildung“ (2007). Im Rahmen eines Ziel-1-Projekts kartierte das Projektteam die burgenländischen Schnaitelbäume – insgesamt 6128 Stück an 679 Standorten. Darüber informiert die Broschüre „Kopfbäume im Burgenland“ (2013) genauer. Renate Roth schreibt darin:

Kopfbäume gehören im Burgenland als Denkmäler traditioneller Nutzung zum typischen Bild der Landschaft. Sie zeichnen sich durch eine überaus wichtige ökologische Bedeutung als spezielles Habitat für unzählige, zum Teil seltene Insekten, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien aus. In den letzten Jahrzehnten wurden Kopfbäume aufgrund der weitgehenden Nutzungsaufgabe allerdings kaum mehr geschnitten. Viele Bestände verschwanden im Zuge von Flurbereinigungen.
Mehr über das Schneiteln

 
Marchegg: Zeitreise in die mittelalterliche Waldarbeit

Farbphoto: Wasser, in dem sich Baeume spiegelnMorgen nehme ich in Marchegg an einer Fledermausexkursion teil. Gerade habe ich gesehen, dass dort im September eine „Zeitreise in die Mittelalterliche Waldarbeit“ angeboten wird. Pflichttermin!

Einladungstext: Die Augebiete entlang der Donau, March und Thaya zählen zu den wertvollsten Naturlandschaften in Mitteleuropa. Jahrhunderte lang wurde im Weinviertel auch der Auwald in Form einer sogenannten Mittelwaldnutzung bewirtschaftet.

Was ist eine Mittelwaldnutzung? Dieser Frage werden wir bei einem Spaziergang in einen Bereich der Au, der normalerweise nicht besichtigt werden kann, auf den Grund gehen.

Welche Pflanzen- und Tierarten profitieren von dieser Art der Nutzung des Waldes? Die Antwort wird Sie verblüffen, denn viele gefährdete Tier- und Pflanzenarten haben in den lichtdurchfluteten Wäldern ihren Lebensraum gefunden.

Organisatorisches
  • Termin: Samstag, 8. September 2018
  • Uhrzeit: 9:30-12:30 Uhr
  • Treffpunkt: Storchenhaus Marchegg, im ehemaligen Pförtnerhaus im Schlosspark.
  • Exkursionsleitung: Manuel Denner. Denner besuchte vor dem Studium der Landschaftsplanung die Höhere Bun­deslehranstalt fürForstwirtschaft in Gainfarn und arbeitet u.a. beim Naturschutzbund Niederösterreich am Projekt „Naturschätze im zentralen Waldviertel“ mit.
  • Ausrüstung: Festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung, Taschenlampe wenn vorhanden, eventuell Gelsenschutz.
  • Unkostenbeitrag: EUR 7.
  • begrenzte TeilnehmerInnenzahl
  • Anmeldung bis 6. September 2018 per eMail an marchegger.storchenhaus@gmail.com oder per Telephon unter 0681/8144656 (erfahrungsgemäß möglichst früh anmelden).
Mittelalterliche Waldarbeit

Im Zuge eines dreijährigen Naturschutzprojekts startete der WWF den Versuch, auf ausgewählten Flächen in der Au die ehemalige Mittelwaldnutzung zu reaktivieren. „Mit diesem Vorhaben wollen wir feststellen, ob die kleinräumige Mittelwaldnutzung dazu beitragen kann, die Vielfalt an Bäumen, Käfern und Brutvögeln zu fördern. Der Forstbetrieb des WWF Naturreservat Marchauen startete 2015 mit den Vorbereitungen“. Zum Weiterlesen: