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Kategorie: Essbarer Wald

Beeren, Schwammerl und Pilze, Blüten, Wurzeln, Wildkräuter, Tannenwipferl…

Produkttest: Fichtenspitzen-Apfel-Aufstrich

Fichtenspitzen -Apfel-Aufstrich aus Großsölk. Farbphotographie des offenen Glases.Ich kaufe bei Ausflügen sehr gerne regionale Produkte. Chutneys und Marmeladen haben es mir besonders angetan, und so habe ich, die ich nie süß frühstücke, eine große Auswahl an fruchtigen Aufstrichen zuhause. Die löffle ich einfach bei süßem Gusto statt Schokolade zu essen 😉

Naturpark-Spezialitäten

Die österreichischen Naturparks haben für diese Produkte eine eigene Marke kreiert: die Österreichischen Naturpark-Spezialitäten. Diese steht für „kulinarische Besonderheiten“ und „die Vielfalt der Lebensräume, die durch diese Form der Bewirtschaftung erhalten bleiben“. Die Hauptkriterien sind erstens, dass die Produkte im Naturpark erzeugt werden, und zweitens, dass sie zur Erhaltung der Kulturlandschaft im Naturpark beitragen. Das wird u.a. durch Streuobstbau, Wildsammlung von Kräutern, biologischem Anbau, Jagd, Teichwirtschaft mit naturnahen Haltungs- und Fütterungsmethoden, Haltung alter Nutztierrassen, Anbau von früher heimischen Spezialkulturen, Weidehaltung und Alpung erreicht.

Süßer Apfel, herbe Fichte

Bei einem Ausflug in die Sölktäler im August 2016 habe ich im Naturparkhaus ordentlich eingemarktet, unter anderem ein Apfelgelee mit Fichtenspitzen. Und diese verkoste ich heute.

Name: Brotaufstrich Fichtenspitzen-Apfel
HerstellerIn: J. Ruetz e.U. (angegebene Website ruetz.eu funktioniert gerade nicht)
gekauft: im Naturparkhaus im Schloss Großsölk
Zutaten: 60% Fichtenspitzenansatz, 40% Äpfel, Zucker, Zitronensaft, Geliermittel Pektin
Preis: 200g-Glas

Kommentar: Beim Öffnen entdeckt man gleich ein Fichtenwipferl, das sieht nett aus. Der Duft ist angenehm süßlich-harzig. Einen Touch „medizinisch“ kann man aber nicht leugnen. Etwas weniger Zucker wäre gut, aber der leicht herbe Fichtengeschmack rundet die apfelige Süße gut ab. Eine gute Kombination. Ich würde das Gelee eher zu Semmel und Brot als zu Striezel empfehlen.

Außerdem sehr empfehlenswert, wenn auch ohne Waldzutat: das Marillen-Curry-Chutney!


 
Produkttest: Waldschokolade von Zotter

Der steirische Schokoladenmacher Zotter hat derzeit einige Sorten an „Waldschokolade“ im Sortiment – sprich Schokolade, in der Waldprodukte wie Weißtannenzweige oder Kiefernadelöl verarbeitet wurden. In einer völlig subjektiven Verkostung (die leider, leider nicht von Zotter gesponsert wurde) haben wir vier davon ausprobiert. Setting: zwei schokoladeerprobte Frauen mittleren Alters mit Waldfaible, mit Zuckerbedarf nach drei Stunden des Lernens. Eine davon, nämlich Frau von Wald höchstpersönlich, wusste Bescheid, welche Sorte dran ist. Die andere verkostete blind. Es war zwar bekannt, dass die Schokolade etwas mit Wald zu tun hatte, es hätten aber schließlich auch Borkenkäfer aus dem essbaren Tiergarten sein können 😉 Hier unsere Bewertung.

Harzig im Abgang: Weiße Tannen

Verpackung einer Tafel SchokoladeName: Weiße Tannen
Beschreibung des Herstellers: „Edeltannenrausch: eine wunderbar duftende, fein schmelzende Pralinenganache, getränkt in einen hellgrünen Weißtannen-Schnaps, den wir mit Zweigen und Zuckerrohrbrand angesetzt haben, in einer Ganache aus Milch, Honig und Karamellschoko; veredelt mit Macis, den orangefarbenen Blüten der Muskatnuss –überzogen von dunkler Milchschokolade mit rassigen 60 % Kakaoanteil“.
Preis für 100 Gramm: 5,14 EUR
Waldzutaten: Weißtannenzweige, aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft

Kommentar: Die erste Assoziation war Harz oder Rinde: „Das schmeckt wie Wald riecht“. Der Waldgeschmack zeigte sich nur im Abgang und beim genaueren Hinschmecken, da aber recht angenehm. Ob wir das zuordnen hätten können, wenn wir nicht gewusst hätten, dass die Schokolade etwas mit Wald zu tun hat? Platz 2. Continue reading „Produkttest: Waldschokolade von Zotter“

 
Vaccinium myrtillus
Scots Pine forest: Vaccinium myrtillus + Leucobryum glaucum (+ needles of Pinus sylvestris) (47°40' N 16°13' E), CC-BY-NC-SA
Bild: Hermann Falkner, CC-BY-NC-SA

Hermann Falkner: Scots Pine forest: Vaccinium myrtillus + Leucobryum glaucum (+ needles of Pinus sylvestris) (47°40′ N 16°13′ E), Flickr, aufgenommen in der Buckligen Welt im Bezirk Neunkirchen, Lizenz: CC-BY-NC-SA