Header Image

Kategorie: Forstwirtschaft

Wirtschaftliche Nutzung des Waldes; Berufsbilder von Forstfacharbeiter_in, Förster_in, Forstwirt_in, Forstwart_in

Bundesforste suchen MitarbeiterInnen für Stichprobeninventur 2019

Die Österreichischen Bundesforste suchen Studierende der Forstwirtschaft, die zwischen Mai und Oktober 2019 praktische Erfahrung bei der Stichprobeninventur sammeln wollen.

Erwartung:

  • erfolgreicher Abschluss der Vorlesungen und Übungen aus „Dendrologie“ oder vergleichbaren Lehrveranstaltungen
  • Beherrschen des Verfahrens mit der Winkelzählprobe und der sichere Umgang mit dem Spiegelrelaskop
  • Motivation und hohe Einsatzbereitschaft
  • Verhandlungssichere Deutschkenntnisse
  • Geländetauglichkeit
  • Privat‐PKW von Vorteil

Angebot:

  • Einsatz in den schönsten Naturgebieten Österreichs
  • 8–26 Wochen Außendienst in einem der 12 Forstbetriebe
  • interessante und herausfordernde Geländetätigkeit in einem Zwei‐Personen‐Team
  • Einblicke in die Praxis der Forstinventur
  • Kennenlernen der ÖBf als Arbeitgeber
  • Temporäre Anstellung und bei Bedarf kostenlose Unterbringung

Bewerbungen bis spätestens 6. Jänner 2019 über das Bewerbungsportal karriere.bundesforste.at. Dort gibt es auch Informationen zur Bezahlung etc.


 
Frau von Wald fällt ihren ersten Baum

Letzten Donnerstag habe ich meinen ersten Baum gefällt. Nicht schlecht angesichts der Tatsache, dass ich am Montag das erste Mal in meinem Leben eine Motorsäge in der Hand gehalten habe! Möglich gemacht hat es das Forstmodul im Rahmen der Waldpädagogik-Ausbildung. Ich habe früher Motorsägen extrem gruselig gefunden. Bei der ersten Kurswoche haben wir aber die Sicherheitsvorkehrungen moderner Motorsägen – von Kettenbremse bis Gashebelsperre – besprochen. Nun habe ich nur mehr größten Respekt davor, habe mich aber in der zweiten Kurswoche getraut, auch selbst zuzugreifen. Die Akkusäge hat mir sehr zugesagt, weil sie keinen Lärm macht, wenn man nicht gerade schneidet, und sehr leicht zu starten geht!

Ich habe es genossen, eine Woche weg vom Schreibtisch und Computer zu sein. Ich Nachteule bin jeden Abend um halb neun weggebrochen. Dass die Bewegungen noch nicht so routiniert, die Haltung nicht perfekt und das Gelände ungewohnt steil ist, habe ich beim Aufstehen in der Früh immer deutlich gemerkt 😉

Perfektes Betreuungsverhältnis

Was mir am Kurs an der FAST Pichl sehr gut gefallen hat, war, dass wir meistens in Vierergruppen mit je einem Praxislehrer gearbeitet haben. Die Praxislehrer waren vom Alter und der Persönlichkeit sehr unterschiedlich, so konnten wir von jedem einzelnen viel lernen.

Hier einmal zwei Bilder – weitere werden in den nächsten Tagen folgen!


 
Wolfgang Jirikowski in Pension

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Jirikowski leitete seit 2006 die Forstliche Ausbildungsstätte (FAST) Ort. Mit der Eröffnung des neuen Forstlichen Forschungs- und Bildungszentrums in Traunkirchen am letzten Wochenende findet seine Karriere einen krönenden Abschluss, er wird mit Ende September in Pension gehen. Auf der Website des Waldverbandes lässt Florian Hader Jirikowskis Leben und Werk Revue passieren.

Mein persönlicher Bezug zu Wolfgang Jirikowski ist u.a. der Forst+Kultur-Lehrgang, den ich in Ort absolviert habe. Der liebe Herr Direktor hat nicht nur diesen Lehrgang an seiner Ausbildungsstätte ermöglicht und begleitet, sondern uns auch in spannenden Vorträgen forstliche Geräte und deren Entwicklung nähergebracht.


 
Forstgeschichtliche Tagung „European forests – our cultural heritage“ in Kärnten

Die internationale forstgeschichtliche Tagung „European forests – our cultural heritage“ findet von 4. bis 7. Dezember 2018 in St. Georgen am Längsee (Kärnten) statt. Ziel der Tagung:

The aim of the European Cultural Heritage Year 2018 is to share our common cultural heritage and its potential for identification, participation on and development of European cultural, social, economic and other values. The cultural heritage of the forests and in the forests tackles the multiple interrelationships between forests, forest management and the human society, which have changed in the course of history. It is not only confined to demonstrating historical developments, but contributes also considerably to a better understanding of the present situation of forests and the development of the cultural landscape, and provides valuable input for forest conservation and management policies.

The EU-Action Plan 2006 acknowledged cultural landscapes, traditional practise and other cultural values of forests as some of the ways of achieving local and regional sustainable development. Landscape values are also included in the new Common Agricultural Policy (CAP) and the European Landscape Convention. Cultural landscapes are considered to be a development factor. These potentials have only partly been investigated till now.

However, there is an increasing demand by forest owners related to new markets and additional income beside forestry and an increasing interest of tourisms in the utilization of forest areas and beautiful sceneries. At present numerous initiatives, collections and museums exist; however, they are often not adequately linked. Thus, a new approach for co-operation of forest and woodland history including traditional knowledge and forest and tourist enterprises is aimed and an increasing need to deepen the knowledge related to the forest related cultural heritage should be fulfilled.

Von Lettland bis Spanien

Einige Beiträge, die ich besonders interessant finde (eigentlich könnte ich jeden einzelnen anführen):

  • Mārtiņš Lūkins: Ancient forest mapping and recognition: case study from Latvia
  • Tanya Bakhmetyeva: Seeing the Nation for the Trees: The Cultural Heritage of Białowieża Forest and the Debate on Polish National Identity
  • Triin Kusmin: Presenting and Interpreting Cultural Heritage in the Visitor Management of Estonian State Forest
  • Péter Szabó: Non-timber Forest Uses in Preindustrial Central Europe
  • Elisabeth Johann: The forgotten heritage: Sustainable Forest Management and the Safeguarding of the Forestry-related Tangible and Intangible Cultural Heritage in Austria
  • D. Rus: The relation with the forest in Transylvania reflected in local fairytales and legends
  • Jiří Woitsch: The inventory of memorable trees in the Czech Republic: A potential tool for identification and safeguarding of traditional knowledge and heritage related to trees and forest management
  • Catharina de Pater: Articulation of Spiritual Values in Forest Management Plans
  • Marianne Schreck: Forest in Austria (1930-19947) – from the crisis until the reestablishment of the Federal Department of forest. Visual correspondences between the regimes, forestry institutions and cultural phenomenons
  • Nina Luostarinen: Put yourself in the picture – Art interpretations as a Tool for Deeper Connection to the Forest

Das vollständige Programm und Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Website des Fachausschusses Forstgeschichte im Österreichischen Forstverein.


 

 
Exkursion: Mittelwald in den Marchauen

Das Storchenhaus in Marchegg bietet immer wieder spannende Exkursionen im Gebiet der Marchauen an, zu denen ich gerne mitfahre. Am 8. September war das Thema „Mittelwald“. Mittelwald – was ist das? Um das zu klären, müssen wir erst einmal Niederwald und Hochwald unterscheiden.

Der Niederwald ist durch Stockausschlag gekennzeichnet – Bäume wie Pappel, Hainbuche und Haselnuss werden regelmäßig abgeschnitten und treiben am Stock wieder aus. Die Umtriebszeit beträgt rund 35 Jahre. Das Holz wird vorrangig zur Brennholzgewinnung verwendet, es entsteht kein Wertholz. Im Hochwald dagegen bilden sich neue Bäume aus Samen und wachsen hoch heran, er verfügt über eine hohe Holzqualität und dient zur Wertholzgewinnung. Die Umtriebszeit liegt bei ca. 80 bis 160 Jahren. Ein Mittelwald hat beide Elemente auf einer Fläche.

Welche Vorteile hat das? Durch den aufgelichteten Baumbestand fällt Licht bis auf den Boden. Dadurch entsteht eine andere Vegetation als in einem dichten Wald. Alte besonnte Bäume, die es sonst nur mehr selten gibt, sind besonders wertvoll für spezialisierte Käfer. Eine mosaikartige Fläche statt einem scharfen Übergang zwischen Wald und Wiese ist überhaupt für viele Insektenarten ein idealer Lebensraum. Auf den offenen Flächen siedeln sich Pionierpflanzen an. Der Mittelwald ist naturschutzfachlich eine der besten Wirtschaftsweisen, sagt uns unser Begleiter, der Förster und Landschaftsplaner Manuel Denner.

Wie ein Mittelwald entsteht

In Marchegg und Umgebung gibt es zwei Methoden: In Marchegg sorgen Konikpferde dafür, dass bestimmte Flächen offenbleiben und nicht verwalden. Die großen Wiederkäuer, die das früher erledigt haben – Auerochsen, Wisente und Wildpferde -, gibt es ja nicht mehr in freier Natur. Die Beweidung ist besser als eine Mahd, da sie nicht auf einmal erfolgt.

In Baumgarten an der March, wo auch die kleine Forstverwaltung des WWF-Naturreservats Marchegg liegt, konnten wir uns die Versuchsflächen in einem normalerweise nicht öffentlich zugänglichen Gebiet anschauen. Hier wird forstlich eingegriffen – auf zwei Flächen wurde vor einem dreiviertel Jahr bzw. eineinhalb Jahren ausgelichtet. Die Bestandsbäume wurden GPS-erfasst und numeriert. Auf der Fläche, auf der der Schlag vor eineinhalb Jahren erfolgte, sind jetzt schon seltenere Vogelarten wie Goldammer und Wendehals zu sehen. Es finden sich seltene Pflanzenarten ebenso wie Gartenflüchtlinge. Da es hier einen hohen Wildschweinbestand gibt und die Hainbuchen sehr stark sind, haben es die langsam wachsenden Eichen schwer, hier aufzukommen. Einige wurden daher versuchsweise mit Reisighaufen umgeben. Das hat gut funktioniert. Außerdem werden seltene Baumarten wie die Wildbirne gefördert.

Nächste Exkursion: Welt der Pilze

Die nächste Exkursion des Storchenhauses widmet sich übrigens dem Thema „Die geheimnisvolle Welt der Pilze“ und findet am Sonntag, dem 14. Oktober 2018, statt. Anmeldung bis 12.Oktober 2018 per eMail an marchegger.storchenhaus@gmail.com oder Telephon 0681/81644656.


 
Was die Markierungen auf Waldbäumen bedeuten

Striche, Punkte, Pfeile, Zahlen – was aussieht wie eine groß angelegte Schnitzeljagd, sind sichtbare Zeichen der Forstwirtschaft. Sie bilden den Abschluss eines Planungsprozesses, der mit einer Stichprobeninventur beginnt und über die Erkenntnisse aus einzelbestandsweisen Begängen in der sogenannten Forsteinrichtung alle zehn Jahre festgeschrieben wird. Die Forsteinrichtung gibt die waldbaulichen Ziele, Maßnahmen und Erntemengen vor. Der Förster setzt diese Vorgaben in die Realität um. Auch mit der Sprühdose: Damit er und letztlich alle im Wald wissen, was Sache ist, gibt es an den Bäumen Markierungen.

Markierungen: Farbphoto, Baum mit oranger MarkierungMarkierungen: Farbphoto: Baum mit blau-weiss-roter MarkierungMarkierungen: Farbphoto: Baum mit schwarz-gelber Markierung, Ziffer 6

Die Bayerischen Staatsforsten erklären auf ihrer Website, was die häufigsten Markierungen auf Waldbäumen bedeuten – zum Beispiel Pflanzung, Bestands- und Besitzgrenzen, Biotopbäume, Hochsitz, Wanderweg und Rückegasse.

Strenge Tests für Sprühfarbe

Im Forstbedarfshandel sind u.a. reguläre Forstmarkierungsfarbe und Langzeitfarbe für Z-Bäume und Rückegassen erhältlich. Die meisten Farben haben den Test des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik (KFW) auf Umweltverträglichkeit und AnwenderInnenfreundlichkeit bestanden. Auf der Website des KFW sind derzeit die Prüfergebnisse von 3009 verschiedensten Forstprodukten abrufbar – vom Seilkran bis eben zur Sprühfarbe.


 
Erster Weltkrieg: militärische Bedeutung der Forstwirtschaft

Heute ein Fundstück aus der Digitalen Wienbibliothek, das die militärische Bedeutung der Forstwirtschaft illustriert. Die Österreichische Volkszeitung vom 12. Dezember 1916 veröffentlicht unter dem Titel „Enthebung von Forstwirtschaftlern“ folgende amtliche Verlautbarung:

aufgeklebter Zeitungsausschnitt„Ueber Antrag des Ackerbauministeriums hat das Landesverteidigungsministerium einvernehmlich mit dem Kriegsministerium in Anbetracht der großen militärischen und volkswirtschaftlichen Bedeutung, die der Aufrechterhaltung der forstwirtschaftlichen Betriebe zukommt, verfügt, daß landsturmpflichtige Angestellte und Arbeiter dieser Betriebe in nachstehender Weise weiter enthoben werden:

Alle seit 1. Oktober d.J. vom Kriegsministerium, beziehungsweise Landesverteidigungsministerium und von den Militärkommanden getroffenen Enthebungen für diese Betriebe werden, soweit sie Mannschaftspersonen betreffen, generell bis 31. März 1917 verlängert. Dies betrifft die bei der Produktion und beim Transport von Brennholz, Grubenholz, Bau- und Nutzholz, Kunst- und Fassonholz, Schwellen, Zelluloseholz, Holzkohle sowie bei Holzsägewerken, Großholzhackern und forstwirtschaftlichen Bauten angestellten landsturmpflichtigen Arbeiter, Forstarbeiter, Flösser, Fuhrleute und sonstigen Angestellten (Betriebsbeamte, Arbeiteraufseher, Maschinenpersonal). Die landsturmpflichtigen ungarischen Staatsangehörigen, die bereits für österreichische Betriebe enthoben sind, sind ebenfalls einzubeziehen.

Enthebungen von Gagisten werden nicht generell, sondern nur individuell auf Grund konkreter wohlbegründeter Enthebungsvorschläge wie bisher verfügt.

Die politischen Bezirksbehörden bestätigen den bisher Enthobenen auf ihren Enthebungsdokumenten die provisorische Weiterenthebung bis 31. März 1917 und verständigen hievon die zuständigen Evidenzbehörden. Die Enthobenen haben jedoch ehestens ein Ansuchen um die definitive Enthebung bis 31. März 1917 bei den politischen Bezirksbehörden einzubringen, die die Gesuche begutachtet an die zuständigen Militärkommanden zur endgültigen Entscheidung leiten“.

Zeitungsausschnittsammlung

Die Wienbibliothek im Rathaus verfügt über eine umfangreiche Zeitungsausschnittsammlung aus dem Ersten Weltkrieg. Diese ist digitalisiert und online, der Zugang ist frei. Interessierte können nach Kalender, Titelliste oder inhaltlicher Klassifikation und im Volltext suchen.

Es gibt noch zahlreiche weitere Artikel über die Forstwirtschaft im Krieg, zum Beispiel:


 
Forstwirtschaft in der Klima- und Energiestrategie

Titelblatt Mission 2030 Klima- und Energiestrategie Auf der Website mission2030.info ist die österreichische Klima- und Energiestrategie vom Juni 2018 nachzulesen. Darin kommen an einigen Stellen auch die Forstwirtschaft, die Holzverarbeitung und die Papierindustrie vor. Biomasse, zu der auch Hackschnitzel und Pellets gehören könnten, kommt an mehreren Stellen vor. Im folgenden einige Auszüge samt Angabe des jeweiligen Abschnittes.

Für ein vollständiges Bild empfiehlt sich natürlich die Lektüre des gesamten Strategiepapiers und der bestehenden inhaltlich verwandten Aktionspläne und Strategien wie Waldstrategie und Aktionsplan nachwachsende Rohstoffe.

Technologien für die Dekarbonisierung nutzen

Als Handlungsfeld wird „Export von österreichischem Know-how im Bereich nachhaltiger Waldbewirtschaftung, Forstaufschließung und Erntetechnik sowie Aufforstungssysteme“ angeführt.

Den urbanen und ländlichen Raum klimafreundlich gestalten

Die Bundesregierung bekennt sich zu einer wettbewerbsfähigen, flächendeckenden und multifunktionalen Land- und Forstwirtschaft auf Basis bäuerlicher Betriebe. Die Land- und Forstwirtschaft steht vor der Herausforderung, Strategien und Lösungen zu Klimaschutz und Klimawandelanpassung zu finden und gleichzeitig den gesellschaftlichen Anforderungen in Bezug auf Lebensmittel- und Rohstoffversorgung sowie auf Tierschutz gerecht zu werden. Aufgrund der überwiegenden Methan- und Lachgasemissionen aus Viehzucht, Düngemitteleinsatz und Bodenbearbeitung weist sie Besonderheiten gegenüber Sektoren mit vornehmlich energiebedingten CO2-Emissionen auf.
Die Land- und Forstwirtschaft ist in Österreich auch ein wichtiger Lieferant nachwachsender Rohstoffe (sowie deren Abfallprodukte) für die heimische Energieversorgung. insbesondere Wälder spielen eine wichtige Rolle im globalen Klimasystem. Mit der Aufnahme des Sektors Landnutzung in die EU-Klimaziele für 2030 (LULUCF-VO) erfolgt nun eine umfassendere Einbindung der Emissions- und Kohlenstoffspeicherung aus Land- und Forstwirtschaft in die nationale Klimabilanz. Maßnahmen zum Schutz und Aufbau der biogenen Kohlenstoffspeicher – etwa Wald, Grünland und Ackerland – werden dementsprechend als Beiträge zum Klimaschutz angerechnet.

Hier werden „Maßnahmen für eine kontinuierliche Steigerung des Holzzuwachses und der Holzernte im österreichischen Wald unter Einhaltung der Grundprinzipien einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung mit dem Ziel, die Kohlenstoffspeicherung im Waldbestand und in langlebigen Holzprodukten im Kontext mit der EU-Verordnung zu Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF-VO) langfristig zu stärken“ und „Maßnahmen zur Steigerung der stofflichen Nutzung von heimischem Holz als Baustoff, etwa im öffentlichen Raum, sowie Nutzung vielfältiger Möglichkeiten im Rahmen der Bioökonomie“ angeführt.

Bioökonomie-Strategie

Hier wird auf die „Nutzung von regionalen Stärken (Ressourcenverfügbarkeit): z. B. Holzverarbeitung, Zellstoffindustrie“ und „Vernetzung mit bestehenden nationalen Strategien und Aktionsplänen (z. B. Kreislaufwirtschaft, Waldstrategie, Aktionsplan nachwachsende Rohstoffe, Ressourcenaktionsplan, Biodiversitätsstrategie etc.)“ verwiesen.

Treibhausgasziele

„Strom zur Eigenversorgung im Bereich der Sachgüterproduktion soll aus Gründen der Ressourceneffizienz weiterhin aus der ressourcenschonenden, effizienten Verwendung von Kuppelprodukten an Firmenstandorten (z. B. in der Stahl- oder Papierindustrie) erzeugt werden, auch auf Basis nicht erneuerbarer Energieträger“.

Stellungnahmen zur Klima- und Energiestrategie

Beispiele: WWF, Global 2000, Oppositionsparteien im Nationalrat. Die Parlamentarische Enquete vom 23. Mai 2018 wurde ausführlich dokumentiert und ist als Beilage zu den Stenographischen Protokollen des Nationalrates auf der Parlamentswebsite aufrufbar.


 
Waldprodukte am globalen Kosmetikmarkt: ein Potential?

Nola Andaya ist Mitarbeiterin des Non-timber forest products Exchange programme (NTFP-EP), in dem über sechzig Nicht-Regierungs-Organisationen mit forest-based communities auf den Philippinen, in Indien, Indonesien, Malaysia, Vietnam und Kambodscha zusammenarbeiten. Ziel ist, deren Kompetenzen zur nachhaltigen Bewirtschaftung zu stärken. Sie sieht großes wirtschaftliches Potential in Nichtholzprodukten für den wachsenden Kosmetikmarkt.

Das Zitat stammt aus einer Veranstaltung im Rahmen der 6. World Forest Week der FAO in Rom. Bei dieser internationalen Veranstaltung wird der Beitrag der Forstwirtschaft zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung der UNO diskutiert.

Zum Weiterlesen