Forstliche Ausbildungsstätte

Lerne den Baum des Jahres 2021 kennen

Jedes Jahr kürt der Umweltschutzverein “Kuratorium Wald” in Kooperation mit dem Ministerium den “Baum des Jahres”. Im Jahr 2021 ist das die Linde – und zwar Winterlinde und Sommerlinde. Die Linde am Dorfplatz war Mittelpunkt des Gemeinschaftslebens und Versammlungsort: “Unter der Linde wurden Feste abgehalten, gefeiert und getanzt aber auch Gericht gehalten – unter der Linde erhofften sich die Menschen ein milderes, linderes Urteil als unter Eichen. So findet man auch noch heute in vielen Dörfern eine Linde an zentralen Orten”.

Dekobild Farbphoto Linde Baum des Jahres

Ein Webinar der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl beleuchtet ihn von allen Seiten: Standortsansprüche, waldbauliche Behandlung, Holzvermarktung, Verwendungsmöglichkeiten von gestern und heute, Bedeutung des Baumes in der Biodiversität. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 24. März 2021, von 9.00 bis 11:30 Uhr online statt.

Programm

  • Die Verbreitung des Baumes 2021 in Österreich, Europa und seine Bedeutung im Ökosystem Wald. Tips und Tricks zur waldbauliche Erziehung und Vermarktung des Holzes! – Dipl.Ing. Josef Krogger, Waldbaureferent der Landwirtschaftskammer Steiermark
  • Die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des Holzes vom Baum des Jahres 2021. Alte und neue Verwendungsmöglichkeiten und Information zu den technischen Holzeigenschaften. – Dipl.Ing. Dr. Michael Grabner, Institut für Holzforschung, Tulln
  • Die Baumart des Jahres 2021 in der Mythologie, Religion und Geschichte. Traditionelle Nutzungsmöglichkeiten. – Ing. Johannes Müller, Terravie, Verein Walderleben, Waldpädagoge
  • Was kreucht und fleucht am Baum des Jahres 2021. Hotspot der Biodiversität – Sandra Aurenhammer, MSc, Ökoteam, Graz
  • Diskussionsrunde mit allen Referent*innen
  • Diskussionsleitung: Dipl.-Ing. Martin Krondorfer, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung über www.fastpichl.at. Der Zugangslink wird am Vortag der Veranstaltung zugesandt.


Kindberg: Wald und Wild in Zeiten des Klimawandels

Die moderne Waldbewirtschaftung und der Klimawandel verändern die Lebensbedingungen für das Wild. Mildere Winter sorgen für mehr Nahrung und für erhöhtes Deckungsangebot im Wald. Wichtige Fragen werden am Freitag, dem 28. Februar, im Volkshaus Kindberg diskutiert:

Wie entwickelt sich das Wild unter diesen Bedingungen? Ist die Fütterung von Wild Unsinn oder gibt es auch heute noch gute Gründe dafür? Wie sieht eine moderne Wildbewirtschaftung aus? Welche neuen Jagdmethoden haben unter heutigen Bedingungen Chancen auf Erfolg? Und was können JägerInnen und WaldbesitzerInnen für einen gesunden Wildbestand tun?

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Bildungsinitiative INA der Steiermärkischen Landarbeiterkammer, der Waldverband Steiermark GmbH, dem Jagdamt Mürzzuschlag und den Jagdschutzvereinen Mürzzuschlag und Kindberg statt. Anmeldung über die FAST Pichl. Eintritt: freie Spende.

Programm

Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und seine Bewirtschaftung – Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Manfred Lexer, Universität für Bodenkultur Wien, Leiter des Institutes für Waldbau

Was bedeutet der Klimawandel für die heimischen Wildarten? Auswirkungen auf die “Big Five” des Mur- und Mürztales: Rot-, Gams-, Schwarz-, Reh- und Auerwild – Dipl.-Ing. Dr. Hubert Zeiler, Wildbiologe der Steiermärkischen Landesjägerschaft, Buchautor und Maler

Klimawandel bedeutet: Neue Krankheiten bedrohen Wild und Weidevieh – Ing. Mag. Dr. Thomas Guggenberger MSc, Höhere Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Land-wirtschaft Raumberg-Gumpenstein

Wald und Wild im Klimawandel: ein Beispiel aus einem Mürztaler Mittelgebirgsrevier – Dipl.-Ing. Martin Krondorfer, Forstgut Pichl der Landwirtschaftskammer Steiermark

Diskussionsrunde mit allen Referenten, geleitet von Bezirksjägermeister Ing. Hannes Fraiss, Jagdamt Mürzzuschlag.


Lehrgang “Wald- und Naturraumökologie” startet im September

Der Zertifikatslehrgang Wald- und Naturraumökologie startet im September 2019 an der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl in der Steiermark.

Kurzbeschreibung

In der Forstwirtschaft nehmen naturschutzrelevante Themen einen immer größer werdenden Stellenwert ein. Einerseits steigt das Interesse an naturschutzrelevanten Maßnahmen bei den WaldbesitzerInnen, sowie bei den BewirtschafterInnen, anderseits ist das öffentliche Interesse an dieser Thematik im Steigen. Zusätzlich entsteht aus EU-Normen heraus die Notwendigkeit, Managementpläne zu erstellen. Hier sollen die Wald- und NaturraumökologenInnen, erste Ansprechpartner und Unterstützer sein. Die TeilnehmerInnen des ZLG sollen Fachwissen rund um Waldwirtschaft und Naturschutz verknüpfen und der Öffentlichkeit präsentieren können. Sie lernen, auf Basis von fachlichem und rechtlichem Hintergrundwissen, den Blick für naturschutzrelevante Zusammenhänge bei der Waldbewirtschaftung zu schärfen und können so Maßnahmen zur Schaffung, Erhaltung und Verbesserung der Lebensraumvielfalt im Wald initiieren.

Zielgruppe
  • WaldbesitzerInnen und deren Angestellte
  • ForstfacharbeiterInnen
  • MeisterInnen der Forstwirtschaft
  • ForstwartInnen
  • FörsterInnen
  • Technische Büros für Forstwirtschaft
  • ForstakademikerInnen

 

Inhalt

Im Zertifikatslehrgang werden die für den Waldnaturschutz wesentlichen Fachbereiche behandelt. Die AbsolventInnen lernen, wie sie naturschutzrelevante Maßnahmen im Wald aktiv setzen, dokumentieren und kommunizieren können.

Einstiegsvoraussetzungen
  • Grundsätzlich sind Module des Ausbildungslehrganges allgemein zugänglich, sofern die TeilnehmerInnen dem vorgenannten TeilnehmerInnenkreis angehören.
  • die körperliche und geistige Eignung
  • das vollendete 18. Lebensjahr

 

Modulübersicht
  • Modul 1: Recht (Forstrecht, Jagd- und Fischereirecht, Raumordnung und Naturschutz, Naturschutzgesetze, gemeinschaftsrechtliche Bestimmungen, Fördermöglichkeiten)
  • Modul 2: Lebensraum – und Naturraummanagement (Habitatbestimmung und -pflege, Erkennen und Erhalten von wertvollen Lebensräumen, Biotopschutz; besondere Waldgesellschaften und ihre Standortsfaktoren, Lebensraum Wald, Sukzession, Lebensraumschutz, natürliche Waldgesellschaften und waldbauliche Maßnahmen)
  • Modul 3: Artenbestimmung und Artenschutz (Insekten, Fledermäuse, Vögel, Wild, Fische, Pflanzen, Flechten, Pilze, Amphibien und Reptilien, Maßnahmen des Artenschutzes zur Förderung der Biodiversität, Benchmark für Schutzgüter)
  • Modul 4: Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (Kommunikation, Mediation, erfolgreiche Projektabwicklung, Naturwaldreservate, BIOSA, Zusammenarbeit mit NGOs, Biodiversität und Betriebswirtschaft)
  • Prüfungsmodul (= inkl. Abgabe der Abschlussarbeit zu einem natur- und waldökologischen Projekt in Heimarbeit)

 

Termine
  • 19. bis 20. September 2019
  • 06. bis 08. November 2019
  • 03. bis 04. Dezember 2019
  • 10. bis 11. Februar 2020
  • 04. bis 07. Mai 2020
  • 09. Juni 2020

 

Kosten
  • gefördert 450 EUR
  • nicht gefördert 850 EUR

 

Der Lehrgang wurde vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus als forstlicher Zertifikatslehrgang anerkannt. Er umfasst insgesamt 148 Lehreinheiten. Lehrgangs- und Prüfungsordnung. Anmeldung.


Auf dem Weg zur Waldpädagogin

Ich habe den nächsten Schritt in Richtung Waldpädagogin unternommen: Nach dem “Modul F” in Pichl habe ich das “Modul A” in Traunkirchen besucht. Hier einige Photos von wunderbaren und intensiven Tagen in Traunkirchen und Altmünster. Wenn ich in den nächsten Monaten drei waldpädagogische Führungen mache und am 1. Juli meine forstfachliche Prüfung bestehe, kann ich im Oktober das “Modul B/C” besuchen.


Veranstaltung: “Netzwerken – für Jagd, Wild, Wald und Gesellschaft”

“Netzwerken – für Jagd, Wild, Wald und Gesellschaft” ist der Titel einer Informationsveranstaltung am 22. Februar in Krieglach. Vieles verändert sich in unserer Gesellschaft, aber nicht nur dort: Auch die Natur wandelt sich, teilweise in rasantem Tempo. Das Wild ist von den Veränderungen seines Lebensraumes besonders betroffen – und mit ihm Jagd und JägerInnen. Gleichzeitig nimmt das gesellschaftliche Verständnis für die natürlichen Zusammenhänge im Habitat des Wildes in erschreckendem Ausmaß ab, ebenso wie die Akzeptanz für die Jagd. Wie sehen die gegenwärtigen Anforderungen an die JägerInnen aus, damit sie als aktive naturnahe BewirtschafterInnen der heimischen Lebensräume wahrgenommen werden?

Programm
  • Wie sieht die Öffentlichkeit die Jagd und die JägerInnen? Imageschaden irreparabel? – Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, market Marktforschungsinstitut, Linz
  • Wie sieht moderne Öffentlichkeitsarbeit für Jagd, Wild und Wald aus? Was geht und was geht nicht? – Petra Sobinger, Unternehmerin, Herausgeberin der Zeitung “be-outdoor“, Berchtesgaden
  • “Werkstatt Natur”: 16 Jahre Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd im Burgenland – was hat es gekostet, was hat es gebracht? – Ing. Roman Bunyai, Leiter der Werkstatt Natur in Marz im Burgenland
  • Öffentlichkeitsarbeit für Jagd, Wald und Gesellschaft: Was passiert in der Steiermark und was ist noch zu tun? Information zu Änderungen im Steiermärkischen Jagdgesetz – Karl Lackner, Landesjägermeister-Stellvertreter
  • Diskussionsrunde mit allen ReferentInnen unter der Leitung von Dipl.-Ing. Martin Krondorfer, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl

Ort, Zeit, Anmeldung

Dieses Seminar findet in Kooperation mit dem Jagdamt Mürzzuschlag und den Jagdschutzvereinen Mürzzuschlag und Kindberg statt.


Presseaussendung: “Die Zukunft des Waldes ist weiblich”

Heute fand im Forstlichen Bildungszentrum Traunkirchen eine Pressekonferenz zum Thema “Frauenpower für die Forstwirtschaft. Die Zukunft des Waldes ist weiblich” statt. Passt doch sehr gut zu Frau von Wald! Hier die Presseaussendung dazu (Link zu APA OTS).

Köstinger: Die Zukunft des Waldes ist weiblich

Waldcampus Österreich in Traunkirchen ist das Kompetenzzentrum für die Forstwirtschaft. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger betonte bei ihrem Besuch des “Waldcampus Österreich” in Traunkirchen die Bedeutung von Frauen für die Forst- und Holzwirtschaft. Gemeinsam mit Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), und Elfriede Moser, der ersten Landesforstdirektorin Österreichs, ermutigt sie junge Frauen eine Karriere in dieser Branche zu starten.

von links: Peter Mayer (Direktor des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft – BFW), Elisabeth Köstinger (Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Hermine Hackl (Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen), Elfriede Moser (Landesforstdirektorin Oberösterreich). Bild: BMNT/Paul Gruber

2016 waren rund 11 Prozent der Forstarbeiter weiblich, rund 30 Prozent der österreichischen WaldeigentümerInnen sind Frauen und rund 25 Prozent der Waldflächen sind in weiblichem Besitz. Immer mehr Frauen befassen sich mit den Bereichen der Forst- und Holzwirtschaft, wovon auch die gesamte Branche profitiert. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in der Forstwirtschaft noch viele Bereiche mit Aufholbedarf. “Gemeinsam möchten wir in der Zukunft vermehrt auf Frauenpower setzen. Daher wollen wir gemeinsam ein Mentoring für junge Frauen in der Forstwirtschaft hier am Waldcampus Österreich starten“, erklärt Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. Unterstützt wird die Bundesministerin von erfolgreichen Frauen, die bereits eine Pionierrolle in dem Sektor haben. Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), ist eine Unterstützerin der Initiative: “Frauen in der Forstwirtschaft werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Es freut mich besonders, dass der Startschuss für ein solches Mentoringprogramm hier am Waldcampus Österreich – Traunkirchen gesetzt wird”. Auch Elfriede Moser, die erste Landesforstdirektorin Österreichs, verstärkt das Vorhaben: “Wir leben in einer Zeit, in der es selbstverständlich sein sollte, dass Frauen Wälder bewirtschaften. In Kombination mit dem Waldcampus können wir das Know-how steigern und somit junge Frauen bestmöglich ausbilden und unterstützen.”

Waldcampus Österreich – Kompetenzzentrum in Traunkirchen

Im September 2018 wurde der Neubau in Traunkirchen eröffnet. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden 2.700 Kubikmeter Holz verbaut. Rund 120 Schülerinnen und Schüler werden pro Jahr ausgebildet, 300 Kurse werden pro Jahr abgehalten und rund 8.000 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer beleben das Gebäude Jahr für Jahr. “Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp € 44 Mio. ist in Traunkirchen ein echter Waldcampus Österreich entstanden. Als Umweltministerin freut es mich aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf Ökologie, Energieeffizienz und möglichst geringe Betriebskosten gelegt wurde”, so Köstinger.

Klimawandel als größte Herausforderung in der Forstwirtschaft

Der Klimawandel war 2018 und ist in diesen Tagen in der Forstwirtschaft sehr spürbar. Die extreme Trockenheit und außergewöhnlich hohe Temperaturen setzten den österreichischen Wäldern im vergangenen Jahr enorm zu. Die Folge war ein Borkenkäferbefall, den es so in Österreich noch nie gegeben hat. “Die Bundesregierung hat schnell reagiert und ein Unterstützungspaket für die Land- und Forstwirtschaft auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Förderprogramme “Ländliche Entwicklung” wurden insgesamt 20 Mio. Euro für Sofortmaßnahmen bereitgestellt. Ziel war es, die Wiederaufforstung in Mischwälder voranzutreiben”, so Köstinger. Auch in den vergangenen Wochen setzte das Klima den Wäldern zu. Enorme Schneemassen sorgten dafür, dass Bäume umstürzten und Lawinen haben den Wäldern enorm zugesetzt. “Bei der Wiederaufforstung spielt vor allem das Know-how eine wesentliche Rolle. Bildung und Ausbildung garantiert, dass wir eine durchgängige Aufforstung und Verjüngung des Waldes erreichen. Große Schäden entstehen oft dort, wo wenige Maßnahmen zur Aufforstung passieren. Daher wird die Ausbildung hier in Traunkirchen in Zukunft noch wichtiger werden”, erklärt Köstinger abschließend.


GIS Applications in Forestry: kostenloser Kurs

Die Plattform gicases.eu entstand im Rahmen eines EU-Projekts zur Förderung der Ausbildung im Bereich der geographischen Informationssysteme (GI). Hier werden verschiedene kostenlose Online-Kurse angeboten. Es gibt zum Beispiel einen Kurs “GIS Applications in Forestry“:

This course describes how the GIS technology can effectively and efficiently support forest planning and forest management. It helps to deal with the numerous objectives in forestry and their complexity. It introduces participants in the use of GIS tools in Forestry domain, thus overcoming i) weaknesses in methods development due to lack of data, ii) the unfamiliarity with the market needs and iii) the different areas of focus, that follow the academic courses approach. […]

The available training material is based on real cases and provide paradigms and data for three main areas in Forestry such as, Forest Risk Mapping, Forest Fire monitoring and Forest Fire simulation. Its educational significance is considered of high importance and a strategic approach for delivering education and training resources for students in this field has been followed. Following this course is important in developing a more structured career path for forestry operatives, improve their skills and understanding of forest fires behaviour, while helping them to understand the needed training paths in order to be prepared for more complex analysis and use of various geodata sets.

Using the provided educational and training materials, the basic steps of developing a forestry geodatabase appropriate for further analysis and production, as well as the use of satellite image data and forest fire simulation techniques become gradually familiar to the student and help to formulate and test the steps needed for preparing the materials needed for supporting field operations and for executing real time forest fire simulations.

Dieser Kurs besteht aus den Modulen “Forest Management” und “Forest Fire Management”.

Apropos GIS und Forst: Auf der FAST Pichl wird im November 2018 und im Jänner 2019 der Kurs “Forstkartenerstellung mit QGIS-Forst für EinsteigerInnen” angeboten. Der weiterführende Kurs für Fortgeschrittene findet im Februar statt.


Wenn Waldameisen umziehen müssen. Ausbildung in Pichl

Waldameisen ziehen um - Neuaufbau des AmeisennestesIch habe 2016 an der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl die Ausbildung zur Waldameisenhegerin absolviert. Im November startet der nächste Durchgang. Sehr empfehlenswert – Ameisen sind faszinierend!

Waldameisenvölker leben als wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald in einem sehr komplexen Gefüge. In der Steiermark stehen alle hügelbauenden Waldameisen unter Schutz. Eine Zerstörung oder Beschädigung von Ameisenvölkern, z.B. im Zuge von Straßenbauten, ist verboten. Umsiedelungen sind daher immer wieder nötig. Die Ausbildung zum/zur AmeisenhegerIn befähigt zur legalen Durchführung dieser Umsiedelungsmaßnahmen. Nach Abschluss beider Module erhalten die KursteilnehmerInnen einen Befähigungsnachweis zur Rettungsumsiedelung von Waldameisen.

Lebensweise der Waldameisen

Auf dem Programm stehen u.a. Vorträge wie “Rechtliche Grundlagen der Umsiedlung”, “Lebensweisen der Ameisen und ihre Bedeutung für das Ökosystem”, “Gefährdungssituation und Gefährdungsursache”, “Die Lebensweise der Waldameise im Jahreszyklus und die Bedeutung einer Rettungsumsiedelung” und “Kartierung von Ameisen”. Außerdem siedelt man beim Kurs tatsächlich ein Ameisenvolk um.

Modul 1 findet am 2. und 3. November 2018 statt, Modul 2 am 29. und 30. April 2019. Ort ist die Forstliche Ausbildungsstätte Pichl in St. Barbara im Mürztal. Diese Ausbildung findet in Kooperation mit dem Referat Naturschutz der Steiermärkischen Landesregierung statt. Anmeldung hier.

Kleine Randbemerkung: Als ich einer Bekannten vom Kurs erzählt habe, hat sie “Jägerin” statt “Hegerin” verstanden und verständnislos gesagt: “Also, da gehört ja nun wirklich nicht viel dazu” 😉


Frau von Wald fällt ihren ersten Baum

Letzten Donnerstag habe ich meinen ersten Baum gefällt. Nicht schlecht angesichts der Tatsache, dass ich am Montag das erste Mal in meinem Leben eine Motorsäge in der Hand gehalten habe! Möglich gemacht hat es das Forstmodul im Rahmen der Waldpädagogik-Ausbildung. Ich habe früher Motorsägen extrem gruselig gefunden. Bei der ersten Kurswoche haben wir aber die Sicherheitsvorkehrungen moderner Motorsägen – von Kettenbremse bis Gashebelsperre – besprochen. Nun habe ich nur mehr größten Respekt davor, habe mich aber in der zweiten Kurswoche getraut, auch selbst zuzugreifen. Die Akkusäge hat mir sehr zugesagt, weil sie keinen Lärm macht, wenn man nicht gerade schneidet, und sehr leicht zu starten geht!

Ich habe es genossen, eine Woche weg vom Schreibtisch und Computer zu sein. Ich Nachteule bin jeden Abend um halb neun weggebrochen. Dass die Bewegungen noch nicht so routiniert, die Haltung nicht perfekt und das Gelände ungewohnt steil ist, habe ich beim Aufstehen in der Früh immer deutlich gemerkt 😉

Perfektes Betreuungsverhältnis

Was mir am Kurs an der FAST Pichl sehr gut gefallen hat, war, dass wir meistens in Vierergruppen mit je einem Praxislehrer gearbeitet haben. Die Praxislehrer waren vom Alter und der Persönlichkeit sehr unterschiedlich, so konnten wir von jedem einzelnen viel lernen.

Hier einmal zwei Bilder – weitere werden in den nächsten Tagen folgen!


Wolfgang Jirikowski in Pension

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Jirikowski leitete seit 2006 die Forstliche Ausbildungsstätte (FAST) Ort. Mit der Eröffnung des neuen Forstlichen Forschungs- und Bildungszentrums in Traunkirchen am letzten Wochenende findet seine Karriere einen krönenden Abschluss, er wird mit Ende September in Pension gehen. Auf der Website des Waldverbandes lässt Florian Hader Jirikowskis Leben und Werk Revue passieren.

Mein persönlicher Bezug zu Wolfgang Jirikowski ist u.a. der Forst+Kultur-Lehrgang, den ich in Ort absolviert habe. Der liebe Herr Direktor hat nicht nur diesen Lehrgang an seiner Ausbildungsstätte ermöglicht und begleitet, sondern uns auch in spannenden Vorträgen forstliche Geräte und deren Entwicklung nähergebracht.


Alt im Wald: der Wald in der Gerontologie

Heute habe ich einen sehr anregenden Kurs der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl besucht: “Wald als Prävention und Therapeutikum in der Gerontologie”. Meine Ausbildung zur Waldpädagogin ist zwar noch sehr am Anfang, dieses eigentlich als Fortbildung für aktive Waldpädagog_innen gedachte Seminar wollte ich mir aber dennoch nicht entgehen lassen. Vielleicht kann ich das Wissen ja auch für forstkulturelle Ausgänge anwenden.

Die Vortragende Doris Bach ist promovierte Psychologin und Leiterin von braincare Institut für seelische Gesundheit. Sie hat ein vielfältiges Arbeitsgebiet. Unter anderem arbeitet sie seit 29 Jahren mit geriatrischen Patient_innen und konnte daher sehr praxisnah und lebendig lehren. Bach hat unter Beteiligung von Waldpädagog_innen eine wissenschaftliche Studie mit Patient_innen eines Wiener Seniorenresidenz durchgeführt. Das Thema ist in unseren Breiten noch kaum erforscht.

Wald und Demenz

Der Schwerpunkt lag auf dem Umgang mit leicht und mittelschwer dementen Personen. Im Bericht zum 6. Waldpädagogik-Kongress, wo sie ebenfalls zu diesem Thema vortrug, schrieb Doris Bach:

Demenzerkrankte leiden oft unter sozialer Isolation, dem permanenten Aufenthalt in der reizarmen Umgebung eines Zimmers, Hospitalisierungsschäden, Bewegungsmangel, Verlust sozialer Kompetenzen und gelernter Hilflosigkeit. Vertraute Elemente, wie etwa der Wald, die eine emotionale Verankerung bieten können, geben Sicherheit.

Wir haben aber auch die Bedürfnisse von Menschen mit anderen Erkrankungen wie Morbus Parkinson angesprochen. Thema war auch der Umgang mit den regulären Alterseinschränkungen wie schlechtem Hören, Gehbehinderungen, Sehschwächen etc. Wir haben viele praktische Tipps für Waldausgänge bekommen – was man bei der Auswahl des Ortes beachten muss, welche typischen waldpädagogischen Elemente wie eingesetzt werden können, was man immer einpacken soll etc.

Ich kann allen Interessierten empfehlen, eine Neuauflage dieses neuen Kurses zu besuchen! Ich selber habe einige Ideen für meine Region mitgenommen und den Hashtag #altimwald kreiert 🙂


Infotag in der Forstfachschule Waidhofen

Programm des Infotags in der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs am 16. Februar 2018Am 16. Februar 2018 können sich Interessierte über die Forstfachschule in Waidhofen/Ybbs informieren.

Die zweijährige Ausbildung an der berufsbildenden mittleren Schule bietet verschiedenste Berufsmöglichkeiten: Forstliche und jagdliche Betriebsführung bis 1000 Hektar; Revierassistent_in; Berufsjägeranwärter_in; Forstunternehmen; Waldbetreuer_in, Waldaufsicht; Agrar- und Waldwirtschaftsgemeinschaften; Holzhandel und Sägewerk; Naturführer_in, Waldpädagogik; Forstschutzorgan; Bundesforste.

Schwerpunkte

Schwerpunktfächer sind Waldökologie und Waldbau, Forst- und Arbeitstechnik, Holzvermessung und Holzprodukte, Vermessung und Forsteinrichtung, Forst- und Umweltschutz, Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, Bauwesen und alpine Naturgefahren, Jagd und Fischerei. Die Praxis wird durch ein forstliches Praktikum und einen Übungsforstbetrieb gewährleistet.

Übersiedlung nach Traunkirchen

Ab dem Schuljahr 2018/19 wird die Forstfachschule Waidhofen/Ybbs gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort zu Europas modernstem forstlichen Aus- und Weiterbildungszentrum in Traunkirchen zusammengelegt.


FAST Pichl: Lernen, wie man Kohle macht

Die Forstliche Ausbildungsstätte Pichl bietet im Mai nächsten Jahres einen Kurs zum Bau eines Kohlemeilers an.

Das Verkohlen von Holz ist ein uraltes Handwerk, das in Mitteleuropa nur noch bei historischen Festen und Veranstaltungen als alte Tradition vorgeführt wird. Es gibt zwei unterschiedliche Verfahren, Holzkohle zu erzeugen: zum einen im Kohlemeiler und zum anderen – seltener – im Kohlwerk. In diesem Kurs erlernen Sie das traditionelle Handwerk eines Köhlers von der Errichtung eines Kohlwerks bis hin zur Ernte der Holzkohle. Beim zweiten Teil wird das Kohlwerk geöffnet, und die TeilnehmerInnen können “ihre” gewonnene Kohle mit nach Hause nehmen!”

Organisatorisches
  • Dieser Kurs ist ein Wahlmodul D der WaldpädagogInnenausbildung.
  • Zeit: 9. bis 12. Mai 2018
  • Ort: St. Jakob im Walde
  • Kosten 150 € gefördert (Mitglieder der Landwirtschaftskammer Steiermark) / 280 € nicht gefördert
  • Informationen und Anmeldung.
Köhlerei als immaterielles Kulturerbe
Außergewöhnliche Bruchform von Kohle.

Die Köhlerei wurde übrigens im Jahr 2011 als immaterielles Kulturerbe der UNESCO anerkannt. Auf deren Website kann man lesen: “Traditionell hat sich das Köhlergewerbe vor allem in jenen Regionen entwickelt, wo durch die Montanindustrie erhöhter Bedarf an Holzkohle bestand. Die österreichischen Köhlereien sind über das ganze Bundesgebiet verstreut, wobei das niederösterreichische Rohr im Gebirge mit derzeit sechs Köhlereibetrieben ein regionales Zentrum der österreichischen Köhlerei bildet. Das Köhlereigewerbe ist üblicherweise im bäuerlichen Umfeld angesiedelt, wobei es sich um ein Nebengewerbe handelt. Das Wissen wird praktisch erworben und von Generation zu Generation weitergegeben. Die Technik der Köhlerei ist zwar seit ihren Ursprüngen die gleiche geblieben, aber in der heutigen Zeit wird das Handwerk durch moderne technische Hilfsmittel unterstützt. Heute wird die durch die Köhlerei erzeugte Holzkohle insbesondere beim Grillen eingesetzt”.

Der Ankündigungstext des Kurses stimmt übrigens nicht ganz: Es sind zwar nur mehr sehr wenige, aber es gibt durchaus noch KöhlerInnen – auch in Österreich – und sogar einen Europäischen Köhlerverein! Zwei der noch Aktiven sind Kurskolleginnen von mir. Also, wer erstklassige Grillkohle aus heimischer Erzeugung beziehen will, wendet sich an Köhlerei Wieser, Rohr im Gebirge, Köhlerei Hochecker, Michelbach, oder die anderen Mitglieder im Verein! Und wer das Wissen um dieses traditionsreiche Handwerk bewahren will, besucht den Kurs.