Wo die Föhren sausen. Aus Adalbert Stifters „Katzensilber“

Sie gingen an den Gebüschen der Schlehen und Erlen dahin: da waren die Käfer die Fliegen die Schmetterlinge um sie, es war der Ton der Ammer zu hören oder das Zwitschern des Zaunkönigs und Goldhähnchens. Sie sahen weit herum, und sahen den Hühnergeier in der Luft schweben. Dann kamen sie zu den weißen Birken, die die schönen Stämme haben, von denen sich die weißen Häutchen lösen, und die braune feine Rinde zeigen, und sie kamen endlich zu den Eichen, die die dunkeln starren Blätter und die knorrigen starken Äste haben, und sie kamen zulezt in den Nadelwald, wo die Föhren sausen, die Fichten mit den herabhängenden grünen Haaren stehen, und die Tannen die flachzeiligen glänzenden Nadeln auseinander breiten.

Aus der Erzählung „Katzensilber“ (im Original „Kazensilber“) von Adalbert Stifter, die erstmals 1853 als Teil der zweibändigen Sammlung „Bunte Steine“ erschien. Eine aktuelle Ausgabe ist u.a. bei der Bibliothek der Provinz (nur diese Erzählung) und bei Reclam (Sammlung) erhältlich. Außerdem kann der Text im Projekt Gutenberg nachgelesen werden.


 

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