Forst

bewirtschafteter Wald

Wetter und Leben: forstmeteorologische Beiträge

Cover der Zeitschrift Wetter und LebenDie Bibliothek der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat die Zeitschrift „Wetter und Leben“ digitalisiert. Diese Zeitschrift erschien von 1948-1998 und wurde von der Österreichischen Gesellschaft für Meteorologie herausgegeben. Sie enthielt Beiträge aus verschiedenen Wissenschaftsfeldern: neben Klimatologie und Meteorologie zum Beispiel auch Medizin, Botanik und Zoologie. Sie richtete sich an verschiedene Zielgruppen – neben ForscherInnen und praktizierenden MeteorologInnen auch an ein Laienpublikum.

In etlichen Heften sind Artikel über Forstmeteorologie, Auswirkungen des Klimas auf den Wald, (Obst-)Bäume etc. enthalten, die ich hier in chronologischer Reihenfolge auflisten möchte. Die Links führen zum jeweiligen Heft, das nur als Gesamt-PDF heruntergeladen werden kann, daher nicht direkt zum einzelnen Artikel. Die ursprüngliche Erschließung aller einzelnen Artikel wurde im Rahmen des Digitalisierungsprojektes von Corinna Pichler und Christina Orleth durchgeführt.

„Wetter und Leben“ enthält auch etliche Rezensionen bzw. Kurzreferate von Büchern mit Forstbezug, diese sind aber in der folgenden Liste nicht inkludiert. Ich kann auch nicht ausschließen, dass ich Beiträge übersehen habe 😉


Jahrgang 1-10

Erwin Schimitschek: „Bioklimatische Beobachtungen und Studien beim achtzähnigen Fichtenborkenkäfer„, 1 (1948) 1, S. 12-14

Karl Palat: „Massenreaktion der roten Waldameise (Formica rufa pratensis) auf Sonnenbestrahlung„, 2 (1949) 5/6, S. 110-114

Leo Tschermak: „Klima und Wald in Anatolien„, 2 (1949) 1/2, S. 4-13

Leo Tschermak: „Die natürliche Holzartenverbreitung im Umkreis von Wien in ihrer Abhängigkeit vom Klima„, 3 (1951) 5-7, S. 103-108

Adele Sauberer: „Die Verteilung rindenbewohnender Flechten in Wien, ein bioklimatisches Großstadtproblem„, 3 (1951) 5-7, S. 116-121

F. Roßmann: „Das Rauchen der Wälder nach Regen und die Unterscheidung von Wasserdampf und Wasserrauch„, 4 (1952) 3-4, S. 56-57

Hans Steinbach: „Über das Fruchten ausländischer Bäume in Wien„, 4 (1952) 9-10, S. 163-165

K. Morbitzer: „Hang- und Graben-Temperaturen in einem Waldgebirge„, 4 (1952) 11-12, S. 197-198

Georg Scheer: „Über Änderungen der Globalbeleuchtungsstärke durch Belaubung und Horizonteinengung„, 5 (1953) 3-4, S. 65-71

Jahrgang 11-20

Rüdiger Knapp: „Einfluß von Spätfrösten auf verschiedene Pflanzen-Arten in Wäldern und auf Schlagflächen„, 11 (1959) 8-10, 125 – 130

Josef van Eimern: „Erfahrungen bei der Messung der Besetzungsdauer von Blättern für pflanzenpathologische Zwecke„, 11 (1959) 8-10, S. 131-138

Rüdiger Knapp: „Licht und Arten-Zusammensetzung in Wald- und Strauchgesellschaften in hohen Lagen und im Bereich der Baumgrenze„, 12 (1960) 9-10, S. 203-210

Max Bider: „Untersuchungen an einer 67jährigen Reihe von Beobachtungen der Kirschblüte bei Liestal (Basel-Landschaft)„, 12 (1960) 9-10, S. 221-230

Franz Stelzer: „Die Waldgrenze im Sonnblickgebiet„, 12 (1960) 9-10, S. 270-278

Alois Topitz: „Wärmestundensummern und Obstbaumblüte„, 12 (1960) 9-10, S. 303-307

Werner Mahringer: „Über die Oberflächentemperatur eines Baumstammes in verschiedenen Jahreszeiten„, 13 (1961) 7-8, S. 159-165

Vladimír Krečmer: „Forstliche Bioklimatologie in der Tschechoslowakei„, 16 (1964) 5-6, S. 105-109

Friedrich-Karl Holtmeier: „Die ‚Malojaschlange‘ und die Verbreitung der Fichte„, 18 (1966) 5-6, S. 105-108

Vladimír Krečmer: „Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge„, 18 (1966) 9-10, S. 186-198

Vladimír Krečmer: „Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge„, 19 (1966) 5-6, S. 107-115

Friedrich-Karl Holtmeier: „Zur natürlichen Wiederbewaldung aufgelassener Alpen im Oberengadin„, 19 (1967) 9-10, S. 195-202

Vladimír Krečmer: „Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge„, 19 (1967) 9-10, S. 203-214

Vladimír Krečmer: „Das Mikroklima der Kieferlochkahlschläge„, 20 (1968) 3-4, S. 61-72

Jahrgang 21-30

Dieter Grill / Otto Härtel: „Abgassymptome an Fichten in 1.000 m Höhe?„, 25 (1973) 2, S. 91-95

Jean Guiter / Friedrich Lauscher: „Klimatische Bedeutung der Vegetationsgrenzen und der Verteilung der Waldbestände in einigen Talgebieten der Alpen und der Pyrenäen„, 30 (1978) 1, S. 31-34

Jahrgang 31-40

Walter Alexander Müller: „Die Eignung meteorologischer Größen zur Blühvorhersage von Kirsche und Apfel„, 31 (1979) 2, S. 76-93

Adele Lauscher / Friedrich Lauscher: „Vom Einfluß der Temperatur auf die Belaubung der Roßkastanie nach den Beobachtungen in Genf seit 1808„, 33 (1981) 2, S. 103-112

Friedrich-Karl Holtmeier: „Einige Besonderheiten des Krummholzgürtels in der Colorado Front Range„, 33 (1981) 3, S. 150-160

Friedrich Lauscher: „Frühe Schneefälle 1980 in Wien – ohne Einfluß auf Verfärbung und Blattfall?„, 33 (1981) 4, S. 230-238

Helmut Dommermuth: „Die Reduktionswirkung einer Straßenrandbepflanzung auf die Schadstoffimmission durch den Straßenverkehr„, 34 (1982) 2, S. 85-90

O. Ehrhardt / Josef van Eimern: „Der Strahlungshaushalt eines Buchenwaldes an fünf ausgewählten Strahlungstagen„, 35 (1983) 4, S. 230-234

Walter Bosshard: „Die schweizerischen Waldbesitzer vor der Bedrohung sterbender Wälder„, 35 (1983) 4, S. 240-247

Lutz Jaeger: „Zehn Jahre Niederschlagsmessungen über einem Kiefernbestand im angehenden Stangenholzalter„, 36 (1984) 3, S. 149-158

Alois Machalek: „Einfluß anthropogener Umweltfaktoren auf den Wald„, 38 (1986) 2, S. 88-95

Friedrich Lauscher / Maria Roller: „Vom Wachstum der Bäume„, 39 (1987) 1, S. 28-42

Jahrgang 41-50

Albert Baumgartner / Inge Dirmhirn: „Atmosphäre, Klima, Witterung und Wetter im Ursachenkomplex der neuartigen Waldschäden„, 44 (1992) 1-3, S. 29-44

Günther Flemming / Inge Dirmhirn: „Meteorologie und immissionsbedingte Waldschäden: Ergebnisse aus den ostdeutschen Ländern„, 44 (1992) 1-3, S. 139-146

Wulf Hüsken: „Dendroklimatologische Untersuchungen an der Lärche (Larix decidua) in den Pragser Dolomiten (Südtirol/Italien)„, 45 (1993) 4, S. 17-28

Josef Guttenberger: „Eine hydrometeorologische Station für Parallelmessungen über der Schneedecke im Wald und im Freiland„, 46 (1994) 1-2, S. 42-48

Helmut Mayer / Jürgen Schmidt / Andreas Matzarakis: „Lufthygienische Kennzeichen von stadtnahen Wäldern„, 46 (1994) 1-2, S. 49-66

Peter Suppan: „Analyse der Mischungsverhältnisse von Ozon im Ebersberger Forst bei München anhand einer 2-jährigen Meßreihe„, 46 (1994) 1-2, S. 67-76

Herbert Langholz: „Methoden zur Bestimmung der Waldbrandgefahr„, 46 (1994) 1-2, S. 77-86

Herbert Hager / Albert Baumgartner: „Themen und Schwerpunkte der forstmeteorologischen Forschung„, 47 (1995) 2-4, S. 91-102

Anton Huber / Albert Baumgartner: „Einfluß von Stammzahl von Pinus radiata-Wäldern auf die Niederschlagsverteilung in Südchile„, 47 (1995) 2-4, S. 103-106

Manfred Kirchner / Albert Baumgartner: „Klima, Witterung und Waldzustand„, 47 (1995) 2-4, S. 107-114

Inge Dirmhirn / Albert Baumgartner: „Über die Dauer der Frühjahrs-Belaubung eines Eichenmittelbestandes„, 47 (1995) 2-4, S. 115-120

Richard Amtmann / Albert Baumgartner: „Ein empirisches Modell zur Beschreibung windinduzierter Schwingungen eines Nadelbaumes„, 47 (1995) 2-4, S. 121-128

Juan Caldentey / J. Fuentes / Albert Baumgartner: „Niederschlagsverteilung in drei Waldbeständen der Gebirgskette Nahuelbuta, Chile„, 47 (1995) 2-4, S. 129-140

Michael Kuhn / Friedrich Lauscher / Ulrike Nickus: „Actinic radiation below a tree and in the open„, 48 (1996) 3-4, S. 253-260

Ulrike Feistel / P. Biron / Christian Bernhofer / G. Najjar: „Estimation of Evapotranspiration of Two Spruce Stands in a Mountainous Catchment Using the Eddy Covariance Energy Balance Technique„, 50 (1998) 1, S. 35-52

Otto Kandler: „Flechtenflora und Luftverschmutzung in Paris und München im Verlauf des Jahrhunderts„, 50 (1998) 1, S. 23-34

Walter Tranquillini: „50 Jahre baumphysiologische Forschung an der Waldgrenze bei Obergurgl und am Patscherkofel – Erinnerungen eines Zeitzeugen„, 50 (1998) 4, S. 337-352

Guy R. MacPherson / James Rodney Simpson / Klaus I. Scott: „Actualizing Microclimate and Air Quality Benefits with Parking Lot Tree Shade Ordinances„, 50 (1998) 4, S. 353-370

Rainer Haslinger / Herbert Hager / Helmut Schume: „Wuchsleistung und Blattflächenhaltung auf Auwaldstandorten in Abhängigkeit vom Wasserhaushalt„, 50 (1998) 4, S. 371-381


Verordnung über raschwüchsige Baumarten

Ich habe heute im Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS) gestöbert und mir Verordnungen zum Forstrecht angeschaut. Dabei bin ich unter anderem auf die „Verordnung des Bundesministers für Land- und Forstwirtschaft vom 6. Feber 1978 über raschwüchsige Baumarten“ gestoßen.

§ 1. Als raschwüchsige Baumarten werden festgestellt: Douglasie, Weymouthskiefer, Küstentanne, Esche, Schwarzerle, Birke, Pappel, Weide und Robinie.

Was es nicht alles gibt!


Für’s Jagdschloss. Organ der Jagdherren

ANNO ist das Portal für digitalisierte historische Zeitschriften der Österreichischen Nationalbibliothek. Dort sind die Ausgaben 1902 bis 1906 der Zeitschrift „Für’s Jagdschloss. Organ der Jagdherren Oesterreich-Ungarns“ abrufbar. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur war Camillo Belohlawek-Morgan. Belohlawek-Morgan war seit seiner Jugend als Journalist und Schriftsteller tätig und publizierte auch unter den Pseudonymen „Camillus von der Donau“ und René de la Pré. Seine Werke wie „Propst Waidfroh“ und „Das Waldveilchen“ sind heutzutage praktisch unbekannt. Nach eigenen Angaben war er auch Ehren-Präsident des „Klub der Waidmänner“ in Wien. Mehr zu ihm findet sich in „Die Villen vom Attersee. Wenn Häuser Geschichten erzählen“ von Marie-Theres Arnbom (Amalthea 2018) – er besaß eine Zeitlang nämlich den nach ihm benannten „Morganhof“ in der Gemeinde Attersee.

Zurück zur Zeitschrift: Besonders interessant bei historischen Zeitschriften finde ich die Inserate – hier drei Beispiele: die steirische Tier-Ausstopferei „Zum Hirschkäfer“, die billige, dauerhafte und naturgetreue Arbeit zusicherte; die „älteste, weltberühmte Raubthierfallen-Fabrik“ R. Weber in Preußisch-Schlesien und die Chromolithographische Kunstanstalt Theodor Böhms, die sich als Herstellerin „künstlerischer Ansichts-Postkarten mit Abbildungen herrschaftlicher Jagdschlösser, Forsthäuser und Jagdhütten“ anbot.


Vortragsreihe forst-gen-ethik 2019 am BFW

Das Institut für Waldgenetik am Bundesforschungszentrum für Wald (BFW) bietet heuer wieder die Reihe „forst-gen-ethik“ rund um das Thema Wald- und Wildgenetik an. Hier das Jahresprogramm 2019:

  • Freitag, 15. Februar 2019, 9-10 Uhr: Forstdirektor Dr. Heino Wolf, Sachsen Forst, Graupa, Deutschland – Züchtung von schnellwachsenden Baumarten für sich ändernde Umwelten
  • Mittwoch, 13. März 2019, 15-16 Uhr: Dr. Bernd Giese, Universität für Bodenkultur, Wien – Mit Gene Drive durch Wald und Flur – Möglichkeiten und Folgewirkungen einer neuen Gentechnik für Wildarten
  • Freitag, 29. März, 13-14 Uhr: Dr. Barbara Fussi, Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht, Teisendorf, Deutschland – Bereitstellung von qualitativem Saatgut bei der Elsbeere in Süddeutschland
  • Mittwoch, 29. Mai 2019, 10-11 Uhr: Prof. Dr. Doris Krabel, Technische Universität Dresden, Deutschland – Die Guten und die Bösen: Auftreten und Bedeutung von Endophyten am Beispiel der Rostigen Douglasienschütte (Rhabdocline pseudotsugae Sydow)
  • Montag, 3. Juni 2019, 15-16 Uhr: Dr. Muhidin Seho, Bayerisches Amt für forstliche Saat- und Pflanzenzucht, Teisendorf, Deutschland – Neue Baumarten und -herkünfte im Klimawandel. Ansätze und Vorgehensweise in Bayern
  • Freitag, 14. Juni 2019, 10-11 Uhr: Mag. Hannes Gadermair, Gadermair Forst.Pflanzen.Pflege, Miming – Wünsche und Anregungen der Forstgartenbetreiber an die waldgenetische Forschung
  • Montag, 9. September 2019, 15-16 Uhr: Mag. Anne Jarausch, Forschungsinstitut Senckenberg, Gelnhausen, Deutschland – Die Rückkehr der Wölfe. Genetische Ergebnisse zur Wiederausbreitung in Deutschland
  • Freitag, 27. September 2019, 9-12:30 Uhr: Das Team des BFW-Instituts für WaldgenetikNeue Projekte in der Waldgenetik. Vorstellung und erste Ergebnisse

Alle Vorträge finden im Großen Seminarraum des Bundesforschungszentrums für Wald (Seckendorff-Gudent-Weg 8, 1131 Wien) statt. Anreise.


Veranstaltung: „Netzwerken – für Jagd, Wild, Wald und Gesellschaft“

„Netzwerken – für Jagd, Wild, Wald und Gesellschaft“ ist der Titel einer Informationsveranstaltung am 22. Februar in Krieglach. Vieles verändert sich in unserer Gesellschaft, aber nicht nur dort: Auch die Natur wandelt sich, teilweise in rasantem Tempo. Das Wild ist von den Veränderungen seines Lebensraumes besonders betroffen – und mit ihm Jagd und JägerInnen. Gleichzeitig nimmt das gesellschaftliche Verständnis für die natürlichen Zusammenhänge im Habitat des Wildes in erschreckendem Ausmaß ab, ebenso wie die Akzeptanz für die Jagd. Wie sehen die gegenwärtigen Anforderungen an die JägerInnen aus, damit sie als aktive naturnahe BewirtschafterInnen der heimischen Lebensräume wahrgenommen werden?

Programm
  • Wie sieht die Öffentlichkeit die Jagd und die JägerInnen? Imageschaden irreparabel? – Prof. Dr. Werner Beutelmeyer, market Marktforschungsinstitut, Linz
  • Wie sieht moderne Öffentlichkeitsarbeit für Jagd, Wild und Wald aus? Was geht und was geht nicht? – Petra Sobinger, Unternehmerin, Herausgeberin der Zeitung „be-outdoor„, Berchtesgaden
  • „Werkstatt Natur“: 16 Jahre Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd im Burgenland – was hat es gekostet, was hat es gebracht? – Ing. Roman Bunyai, Leiter der Werkstatt Natur in Marz im Burgenland
  • Öffentlichkeitsarbeit für Jagd, Wald und Gesellschaft: Was passiert in der Steiermark und was ist noch zu tun? Information zu Änderungen im Steiermärkischen Jagdgesetz – Karl Lackner, Landesjägermeister-Stellvertreter
  • Diskussionsrunde mit allen ReferentInnen unter der Leitung von Dipl.-Ing. Martin Krondorfer, Leiter der Forstlichen Ausbildungsstätte Pichl

Ort, Zeit, Anmeldung

Dieses Seminar findet in Kooperation mit dem Jagdamt Mürzzuschlag und den Jagdschutzvereinen Mürzzuschlag und Kindberg statt.


Presseaussendung: „Die Zukunft des Waldes ist weiblich“

Heute fand im Forstlichen Bildungszentrum Traunkirchen eine Pressekonferenz zum Thema „Frauenpower für die Forstwirtschaft. Die Zukunft des Waldes ist weiblich“ statt. Passt doch sehr gut zu Frau von Wald! Hier die Presseaussendung dazu (Link zu APA OTS).

Köstinger: Die Zukunft des Waldes ist weiblich

Waldcampus Österreich in Traunkirchen ist das Kompetenzzentrum für die Forstwirtschaft. Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger betonte bei ihrem Besuch des „Waldcampus Österreich“ in Traunkirchen die Bedeutung von Frauen für die Forst- und Holzwirtschaft. Gemeinsam mit Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), und Elfriede Moser, der ersten Landesforstdirektorin Österreichs, ermutigt sie junge Frauen eine Karriere in dieser Branche zu starten.

von links: Peter Mayer (Direktor des Bundesforschungs- und Ausbildungszentrums für Wald, Naturgefahren und Landschaft – BFW), Elisabeth Köstinger (Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus), Hermine Hackl (Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen), Elfriede Moser (Landesforstdirektorin Oberösterreich). Bild: BMNT/Paul Gruber

2016 waren rund 11 Prozent der Forstarbeiter weiblich, rund 30 Prozent der österreichischen WaldeigentümerInnen sind Frauen und rund 25 Prozent der Waldflächen sind in weiblichem Besitz. Immer mehr Frauen befassen sich mit den Bereichen der Forst- und Holzwirtschaft, wovon auch die gesamte Branche profitiert. Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es in der Forstwirtschaft noch viele Bereiche mit Aufholbedarf. „Gemeinsam möchten wir in der Zukunft vermehrt auf Frauenpower setzen. Daher wollen wir gemeinsam ein Mentoring für junge Frauen in der Forstwirtschaft hier am Waldcampus Österreich starten“, erklärt Elisabeth Köstinger, Bundesministerin für Nachhaltigkeit und Tourismus. Unterstützt wird die Bundesministerin von erfolgreichen Frauen, die bereits eine Pionierrolle in dem Sektor haben. Hermine Hackl, Leiterin der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen des Bundesforschungszentrums für Wald (BFW), ist eine Unterstützerin der Initiative: „Frauen in der Forstwirtschaft werden in Zukunft eine immer wichtigere Rolle spielen. Es freut mich besonders, dass der Startschuss für ein solches Mentoringprogramm hier am Waldcampus Österreich – Traunkirchen gesetzt wird“. Auch Elfriede Moser, die erste Landesforstdirektorin Österreichs, verstärkt das Vorhaben: „Wir leben in einer Zeit, in der es selbstverständlich sein sollte, dass Frauen Wälder bewirtschaften. In Kombination mit dem Waldcampus können wir das Know-how steigern und somit junge Frauen bestmöglich ausbilden und unterstützen.“

Waldcampus Österreich – Kompetenzzentrum in Traunkirchen

Im September 2018 wurde der Neubau in Traunkirchen eröffnet. Im Sinne der Nachhaltigkeit wurden 2.700 Kubikmeter Holz verbaut. Rund 120 Schülerinnen und Schüler werden pro Jahr ausgebildet, 300 Kurse werden pro Jahr abgehalten und rund 8.000 Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer beleben das Gebäude Jahr für Jahr. „Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp € 44 Mio. ist in Traunkirchen ein echter Waldcampus Österreich entstanden. Als Umweltministerin freut es mich aber auch, dass ein besonderes Augenmerk auf Ökologie, Energieeffizienz und möglichst geringe Betriebskosten gelegt wurde“, so Köstinger.

Klimawandel als größte Herausforderung in der Forstwirtschaft

Der Klimawandel war 2018 und ist in diesen Tagen in der Forstwirtschaft sehr spürbar. Die extreme Trockenheit und außergewöhnlich hohe Temperaturen setzten den österreichischen Wäldern im vergangenen Jahr enorm zu. Die Folge war ein Borkenkäferbefall, den es so in Österreich noch nie gegeben hat. „Die Bundesregierung hat schnell reagiert und ein Unterstützungspaket für die Land- und Forstwirtschaft auf den Weg gebracht. Im Rahmen der Förderprogramme „Ländliche Entwicklung“ wurden insgesamt 20 Mio. Euro für Sofortmaßnahmen bereitgestellt. Ziel war es, die Wiederaufforstung in Mischwälder voranzutreiben“, so Köstinger. Auch in den vergangenen Wochen setzte das Klima den Wäldern zu. Enorme Schneemassen sorgten dafür, dass Bäume umstürzten und Lawinen haben den Wäldern enorm zugesetzt. „Bei der Wiederaufforstung spielt vor allem das Know-how eine wesentliche Rolle. Bildung und Ausbildung garantiert, dass wir eine durchgängige Aufforstung und Verjüngung des Waldes erreichen. Große Schäden entstehen oft dort, wo wenige Maßnahmen zur Aufforstung passieren. Daher wird die Ausbildung hier in Traunkirchen in Zukunft noch wichtiger werden“, erklärt Köstinger abschließend.


Förster blickt zurück: Roman über den „Traumberuf“

Buchcover, oben Schrift "Vom Traum zum Albtraum. Roman über den Traumberuf Foerster", unten Gemälde mit Baeumen und gruenem HutWeil ich regelmäßig bei Online-Antiquariaten nach „Förster“ und „Forstwirtschaft“ suche, bin ich kürzlich auf ein sehr interessantes Buch gestoßen: „Vom Traum zum Albtraum. Roman über den Traumberuf Förster“ von Kurt Offermann. Ich nenne nun Exemplar 205 der auf 1000 Stück limitierten, numerierten Auflage mein eigen.

Der 1942 geborene Offermann war Forstbeamter im Dienst des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, zuletzt als Forstamtsleiter des Forstamtes Gevelsberg. Er kann also auf einen großen forstlichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Der Roman hat autobiographische Elemente, und die Erlebnisse des Autors sind mit eingeflossen, es ist aber künstlerisch überhöht und mit erfundenen Elementen montiert. Übrigens, auch das Coverbild stammt von Offermann.

Dem Buch vorangestellt ist ein Zitat von Bertolt Brecht: „Weißt du, was ein Wald ist? Ist ein Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz? Oder ist er eine grüne Menschenfreude?“. Der Untertitel „Roman über einen aussterbenden Beruf in einer dem Siechtum preisgegebenen Verwaltung in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts“ verrät schon einiges über die Ausrichtung des Werks – der Autor dazu:

Die vordergründige Einsparpolitik heutiger Regierungen zerschlägt die Forstverwaltungen um kurzfristig Geld zu sparen, ohne zu erkennen, dass damit mittel- und langfristig die Grundlagen einer umfassend nachhaltigen Nutzung des Waldes zerstört werden. Dazu wird die Entwicklung der letzten 50 Jahre dargestellt. Eindringlich wird auch auf Eigentumsverhältnisse – der größte Teil des Waldes gehört vielen kleinen Waldbesitzern – und die daraus entstehenden Zielkonflikte eingegangen.

Das Buch kann – abgesehen von Antiquariaten – nur direkt beim Autor bezogen werden. Alle Informationen dazu auf der Website des Autors, kofferberg.de. Berichte über das Buch sind u.a. in der Westfalen-Post vom 10. Dezember 2007 erschienen.


Jagdkulturatlas Bayern: vom Jagdschloss zum Wilderergrab

Der Bayerische Jagdverband hat ein wunderbares Online-Projekt gestartet: den Jagdkulturatlas Bayern.

Jagdkulturelle Objekte gibt in es in vielgestaltiger Form. Die die meisten davon blieben uns bisher verborgen, da sie noch nicht systematisch erfasst und dokumentiert worden sind. Mit dem Jagdkulturatlas Bayern lassen sich nun interessante Geschichten rund um die jagdlich kulturellen Schätze unserer Heimat, und gerne über die Grenzen hinaus geografisch verorten und interaktiv abrufen.

Der Atlas kann nach dem Namen des Objekts, der Kategorie (Bauwerk, archäologische Stätte, Flurdenkmal, Kulturlandschaft, Museum/Sammlung), Postleitzahl, Ort und nach dem erläuterndem Text durchsucht werden. Eingetragen sind z.B. ein Grenzstein, auf dem ein Jagdhorn abgebildet ist, Jagdschlösser, ein Dianabrunnen, eine Eustachius-Kapelle und das (vermeintliche) Grab des Wildschützen Georg Jennerwein. Der Atlas lebt vom Mitmachen!


Wanderin verletzt, Baumfäller schuld

Frau getroffen: Baumfäller ist schuld„, titelt Philipp Aichinger in der heutigen „Presse“ in einem Bericht über ein OGH-Urteil. Es war weder eine Warntafel aufgestellt noch ein Posten eingerichtet noch ein Warnruf erfolgt. Zwar waren Motorsägengeräusche zu hören gewesen, aber „bereits das OLG [habe] zu Recht konstatiert, dass ‚ein Sägegeräusch nicht stets das Fällen eines Baums signalisiert, sondern auch bei sonstigen Holzarbeiten entsteht'“. Dadurch war eine Wanderin vom umfallenden Baum getroffen und schwer verletzt worden.

Ein Hinweis, wie wichtig es ist, die nötigen Maßnahmen korrekt durchzuführen! Die Land&Forst-Betriebe Österreich stellen dazu das Praxishandbuch „Rechtssicherheit bei der Beschilderung im Wald. Beschränkungen der Benützung von Grund und Boden im Überblick“ auf ihrer Website bereit. Autorin ist die Juristin Stefanie Wieser.

Die gesamte Entscheidung ist derzeit leider noch nicht auf der OGH-Website veröffentlicht.


GIS Applications in Forestry: kostenloser Kurs

Die Plattform gicases.eu entstand im Rahmen eines EU-Projekts zur Förderung der Ausbildung im Bereich der geographischen Informationssysteme (GI). Hier werden verschiedene kostenlose Online-Kurse angeboten. Es gibt zum Beispiel einen Kurs „GIS Applications in Forestry„:

This course describes how the GIS technology can effectively and efficiently support forest planning and forest management. It helps to deal with the numerous objectives in forestry and their complexity. It introduces participants in the use of GIS tools in Forestry domain, thus overcoming i) weaknesses in methods development due to lack of data, ii) the unfamiliarity with the market needs and iii) the different areas of focus, that follow the academic courses approach. […]

The available training material is based on real cases and provide paradigms and data for three main areas in Forestry such as, Forest Risk Mapping, Forest Fire monitoring and Forest Fire simulation. Its educational significance is considered of high importance and a strategic approach for delivering education and training resources for students in this field has been followed. Following this course is important in developing a more structured career path for forestry operatives, improve their skills and understanding of forest fires behaviour, while helping them to understand the needed training paths in order to be prepared for more complex analysis and use of various geodata sets.

Using the provided educational and training materials, the basic steps of developing a forestry geodatabase appropriate for further analysis and production, as well as the use of satellite image data and forest fire simulation techniques become gradually familiar to the student and help to formulate and test the steps needed for preparing the materials needed for supporting field operations and for executing real time forest fire simulations.

Dieser Kurs besteht aus den Modulen „Forest Management“ und „Forest Fire Management“.

Apropos GIS und Forst: Auf der FAST Pichl wird im November 2018 und im Jänner 2019 der Kurs „Forstkartenerstellung mit QGIS-Forst für EinsteigerInnen“ angeboten. Der weiterführende Kurs für Fortgeschrittene findet im Februar statt.


Bundesforste suchen MitarbeiterInnen für Stichprobeninventur 2019

Die Österreichischen Bundesforste suchen Studierende der Forstwirtschaft, die zwischen Mai und Oktober 2019 praktische Erfahrung bei der Stichprobeninventur sammeln wollen.

Erwartung:

  • erfolgreicher Abschluss der Vorlesungen und Übungen aus „Dendrologie“ oder vergleichbaren Lehrveranstaltungen
  • Beherrschen des Verfahrens mit der Winkelzählprobe und der sichere Umgang mit dem Spiegelrelaskop
  • Motivation und hohe Einsatzbereitschaft
  • Verhandlungssichere Deutschkenntnisse
  • Geländetauglichkeit
  • Privat‐PKW von Vorteil

Angebot:

  • Einsatz in den schönsten Naturgebieten Österreichs
  • 8–26 Wochen Außendienst in einem der 12 Forstbetriebe
  • interessante und herausfordernde Geländetätigkeit in einem Zwei‐Personen‐Team
  • Einblicke in die Praxis der Forstinventur
  • Kennenlernen der ÖBf als Arbeitgeber
  • Temporäre Anstellung und bei Bedarf kostenlose Unterbringung

Bewerbungen bis spätestens 6. Jänner 2019 über das Bewerbungsportal karriere.bundesforste.at. Dort gibt es auch Informationen zur Bezahlung etc.