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Naturhistorisches Museum: Baobab. Der Zauberbaum

Farbphotographie. Pascal Maître: Baobab. Pressebild zur Ausstellung im Naturhistorischen Museum WienBaobab, der Affenbrotbaum, steht im Zentrum einer Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum Wien, die von 7. März bis 3. Juni 2018 zu sehen ist. Der französische Photograph Pascal Maître, dessen faszinierende Bilder hier gezeigt werden, unternahm 27 Reisen nach Madagaskar in die Welt der Baobabs. Um diese Bäume ranken sich viele Geschichten und Mythen.

Blühen in der Nacht

Um die Blüten des Baumes zu erleben, die sich nur nachts öffnen, verbrachte der Künstler eine Nacht in der Krone eines über 25 Meter hohen Baumes: „In jener Nacht schlief ich hoch oben in diesem Baum, zwischen Himmel und Erde“, erzählte der Photograph. „Als ich aufwachte, fand ich mich unter Tausenden von Sternen und sich öffnenden Blüten wieder. Ein unvergessliches Erlebnis“.

Das Zentrum der Sonderausstellung bildet eine begehbare Baobab-Konstruktion mit einem Durchmesser von ca. vier Metern. Hier können Besucherinnen und Besucher die gewaltigen Dimensionen des bis zu dreißig Meter hohen Affenbrotbaums erfassen.

Bildband mit 50 Photos

Zur Ausstellung erscheint ein Bildband in der Edition Lammerhuber: „Baobab. Der Zauberbaum“ zeigt auf 112 Seiten fünfzig der eindrucksvollsten Baobab-Fotos von Pascal Maitre.

Photo: Pascal Maître / via Naturhistorisches Museum.


 
Märchenhafte Baumgeschichten in Bad Schönau

Farbphotographie, Sitzbank mit einer Tafel, Aufschrift Baumgeschichten von Folke TegetthoffSeit 1988 findet in Österreich das Internationale Erzählfestival in verschiedenen Ausprägungen statt, seit 2007 gibt es fabelhaft!NIEDERÖSTERREICH. Einer der Standorte ist der Kurort Bad Schönau in der Buckligen Welt. Wie ich heute bei einem Spaziergang entdeckt habe, weisen verschiedene Elemente im Ort auf diese wunderbare Veranstaltung hin, zum Beispiel im Kurpark. Der Initiator des Festivals, Folke Tegetthoff, schrieb für fünf ganz individuell gestaltete Holzbänke im Kurpark eigene Märchen mit Bezug zu Bäumen – Baumgeschichten eben.

Bankstapler und Laufbank

Fünf Tischlereien aus der Buckligen Welt haben diese originellen Sitzmöbel gestaltet: die Tischlerei Geyer aus Krumbach (Baumgeschichten), die Tischlerei Ostermann aus Wiesmath (Bankstapler), die Tischlerei Ponweiser aus Bromberg/Schlatten (Seufzerbank), die Tischlerei Schrammel aus Lichtenegg (Märchenbank) und die Tischlerei Walli aus Thernberg (Laufbank).

Das Storytelling-Festival findet in Bad Schönau heuer von 30. Mai bis 3. Juni statt. Beschreibung; „Was Sie hier erwartet, ist kein Bühnenspektakel, keine aufwendige Technik oder Regie, sondern EIN einzelner Mensch, der nichts tut als… ERZÄHLEN“.

Schulbank einmal anders

Auch in der Steiermark werden seit Jahren Geschichten erzählt. Für das Festival 2016 entwarfen und fertigten Schülerinnen und Schüler der Landesberufsschule Fürstenfeld elf Sitzbänke ganz nach ihren eigenen Vorstellungen. Die Tischlereien Baumann aus Mureck und Gollob aus Großklein bauten zwei weitere Sitzbänke.

Zum Weiterlesen

 
Neu: Waldblog von Hermine Hackl

Hermine Hackl, die Generalsekretärin der Kooperationsplattform Forst Holz Papier, führt seit kurzem das Waldblog. Beschreibung:

Der Wald ist ein geniales Multitalent und ein spannender Zeitgenosse. Dieser Blog will das unter Beweis stellen. Hermine Hackl, die von der Forst- und Holzbranche in Österreich als „Stimme des Waldes“ bezeichnet wird, lädt zu einer persönlichen Reise durch Österreichs Wälder ein. Dabei sollen auch die „Produkte des Waldes“, wie z.B. Holz ein wichtiger Reisebegleiter sein. Lasst uns gemeinsam das Wald- und Holzland Österreich entdecken!

Zu lesen auf waldblog.com.


 
BFW sucht MitarbeiterIn für Direktionsassistenz und -sekretariat

Das Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) sucht für die Direktion eine/n Direktionssekretär/in und Assistent/in der Direktion.

Aufgaben
  • Allgemeine Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben
  • Abwicklung des Termin- und Dienstreisemanagements der Direktion
  • Vor- und Nachbereitung von Besprechungen, Protokollführung
  • Vorbereitung von Tagungen und Veranstaltungen
  • Betreuung in- und ausländischer Gäste
  • Grafische Gestaltung von Präsentationsunterlagen
  • Vertragsevidenz und Datenbankmanagement
Erfordernisse
  • Freundlicher Umgang, Servicebewusstsein
  • Eigeninitiative und gutes Selbstmanagement
  • Sehr gute Kommunikationsfähigkeit
  • Diskretion und Zuverlässigkeit
  • Flexibilität und Loyalität
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Sicherer Umgang mit MS-Office-Programmen
  • Maturant/in

Bewerbungsfrist 2. März 2018, Details auf der Website des BFW.


 
Eschenprachtkäfer und Birkenprachtkäfer: internationale Konferenz

Farbphotographie eines Asiatischen Eschenprachtkäfers von Benjamin SmithDie internationale Konferenz „Preparing Europe for invasion by the beetles emerald ash borer and bronze birch borer, two major tree-killing pests“ findet von 1. bis 4. Oktober am Bundesforschungs- und Ausbildungszentrum für Wald, Naturgefahren und Landschaft (BFW) statt. Der Asiatische Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis), heimisch in Ostasien, und der Bronzefarbene Birkenprachtkäfer (Agrilus anxius), heimisch in Nordamerika, stellen bedeutende Bedrohungen für Eschen- und Birkenarten in Europa dar.

„In der vom OECD Co-operative Research Programme geförderten Konferenz soll der Stand des Wissens aus verschiedenen Disziplinen, der gerade zum Eschenprachtkäfer in Nordamerika beachtlich ist, in einem spezifisch europäischen Kontext verhandelt werden. Insbesondere soll das Bewusstsein für die mit einer Einschleppung der Arten verbundenen Probleme in Europa gehoben und damit Vorbereitungen für die drohende Invasion des Eschenprachtkäfers aus Russland ermöglicht werden. Eine Reihe international anerkannter, eingeladener Fachleute aus Nordamerika, Europa, Russland und Asien werden den Wissensstand aus Ökologie und Kontrolle der Arten darstellen, besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die sozio-ökonomische und politische Dimension gelegt“.

Mehr dazu auf https://bfw.ac.at/rz/bfwcms.web?dok=10360.

Bildquelle: Benjamin Smith: Agrilus planipennis – Emerald Ash Borer (2014). Flickr, CC-BY


 
Laura Makabresku: märchenhafter Wald

Die 1987 geborene polnische Photographin und bildende Künstlerin Laura Makabresku wählt immer wieder Bäume, Wald und Waldtiere wie Füchse und Rehe als Motive ihrer Arbeit. Deutlich wird das zum Beispiel in ihrem Projekt The hidden, aus dem das obige Bild stammt, oder im Projekt Days of the transfiguration II.

„limp nymph or forest elf“

„Makabresku is an integral part of the frame which she creates in her head. In the pictures she is very pale, almost transparent, suspended on a thin line of life and death, unable to decide what dimension of existence she is supposed to choose. She is still somewhere in between. Neither is she here on earth nor there, in the beyond, in the afterlife. Sometimes she resembles a limp nymph or a forest elf who fell into a deep sleep and does not want to wake up yet. She nestles in with forest animals, which fall asleep with her in a sensitive, almost intimate embrace. But their bodies do not warm one another. Quite the contrary.“ (Zitat von Zuzanna Sokołowska aus „(Photo)sensitivity“, Karolina Pośpiech, 2017)

Mehr auf lauramakabresku.com.


 
Infotag in der Forstfachschule Waidhofen

Programm des Infotags in der Forstfachschule Waidhofen/Ybbs am 16. Februar 2018Am 16. Februar 2018 können sich Interessierte über die Forstfachschule in Waidhofen/Ybbs informieren.

Die zweijährige Ausbildung an der berufsbildenden mittleren Schule bietet verschiedenste Berufsmöglichkeiten: Forstliche und jagdliche Betriebsführung bis 1000 Hektar; Revierassistent_in; Berufsjägeranwärter_in; Forstunternehmen; Waldbetreuer_in, Waldaufsicht; Agrar- und Waldwirtschaftsgemeinschaften; Holzhandel und Sägewerk; Naturführer_in, Waldpädagogik; Forstschutzorgan; Bundesforste.

Schwerpunkte

Schwerpunktfächer sind Waldökologie und Waldbau, Forst- und Arbeitstechnik, Holzvermessung und Holzprodukte, Vermessung und Forsteinrichtung, Forst- und Umweltschutz, Betriebswirtschaft und Rechnungswesen, Bauwesen und alpine Naturgefahren, Jagd und Fischerei. Die Praxis wird durch ein forstliches Praktikum und einen Übungsforstbetrieb gewährleistet.

Übersiedlung nach Traunkirchen

Ab dem Schuljahr 2018/19 wird die Forstfachschule Waidhofen/Ybbs gemeinsam mit der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort zu Europas modernstem forstlichen Aus- und Weiterbildungszentrum in Traunkirchen zusammengelegt.


 
Glühwürmchen im Wald sichtbar machen

Die belgische Künstlerin Katrien Vermeire wurde 1979 im belgischen Ostende geboren und studierte Photographie und Kunstgeschichte in Gent. Sie lebt und arbeitet in Brüssel. Das Projekt Godspeed, bei dem die flüchtigen Glühwürmchen mit ihren Flugbahnen photographisch festgehalten wurden, entstand im Juni 2010 in Tennessee. Möglich wurden die Bilder durch Belichtungszeiten von bis zu 45 Minuten.


 
Plakat mit 35 Photographien von Baumrinden

Phil Barnett bietet ein wunderschönes A2-Poster mit 35 Photographien verschiedener Baumrinden zum kostenlosen Download an. Nicht nur dekorativ, sondern vielleicht auch hilfreich beim Lernen für die forstfachliche Prüfung 🙂

Haut und Rinde

Interessant ist, wie er in seinem lesenswerten Blog-Beitrag „Absolutely Barking!“ die Ähnlichkeit von menschlicher Haut und „bäumischer“ Rinde beschreibt:

Bark is like almost everything in nature – the more you look the more you see. If you walk through a wood you will, of course, be aware of the trees, but only have a vague sense of the variety of bark. Once you stop to look you’ll see that every tree species has its own kind of bark, and even amongst trees of the same species – no two are alike. […]
Tree bark and human skin, have a lot in common. They are both outer layers with a role in protecting the tissues beneath, and both are unique to the individual. Each fingerprint is famously unlike any other and no two trees have exactly identical bark.

Außerdem listet er eine Vielzahl von Faktoren auf, die die Rindenbildung einer Spezies bzw. eines bestimmten Baums beeinflussen, vom Klima über den Specht bis zu möglichen Verletzungen.


 
Traditionsreich: Birkenrinde als Beschreibstoff

Birkenrinde wurde bereits im Mittelalter als Beschreibstoff verwendet. Harald Haarmann schreibt in seiner „Geschichte der Schrift“ über einen bedeutenden russischen Fund:

Berühmt ist das Birkenrindenschrifttum aus dem mittelalterlichen Nowgorod, wo sich die Handelswege von Skandinavien bis Byzanz und von Moskau bis in die Hansestädte an Nord- und Ostsee kreuzten. Der bevorzugte Gebrauch von Birkenrinde als Beschreibstoff weist nicht nur darauf hin, daß man in Nowgorod ein billiges Material dem teuren Pergament vorzog, sondern auch darauf, daß die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben nicht auf einen kleinen Kreis speziell ausgebildeter Schreiber beschränkt war.

Briefe von Soldaten an der Front auf Birkenrinde. In der Wienbibliothek im Rathaus sind neuere Beispiele für diesen Beschreibstoff erhalten, ebenfalls aus dem russischen Raum. Der Wiener Bürgermeister Richard Weiskirchner beauftragte im Jahr 1914 die städtische Bibliothek und das städtische Museum, eine Weltkriegssammlung anzulegen, in der die „große Zeit“ dokumentiert werden sollte. Diese umfangreiche und einzigartige Sammlung umfasst verschiedenste Materialien vom Plakat bis zum „Kriegsbrot“ – allein die 116.000 Zeitungsausschnitte füllen heute mehr als sechshundert Bände. Weiskirchner betätigte sich auch selbst als Sammler und steuerte etliche Objekte bei, zum Beispiel an ihn gerichtete Briefe, Karten und Telegramme. Im Bild ein Beispiel für Briefe auf Birkenrinde, in denen sich Soldaten von der russischen Front bei „ihrem Bürgermeister“ für „Liebesgaben“ (etwa Tabak) bedankten.

Auch die Rinde anderer Bäume wird als Schreibmaterial verwendet: Ursprünglich aus Polynesien und Indonesien stammt „Tapa“, ein Material, für das Rindenbast von Brotfrucht-, Maulbeer- oder Feigenbäumen zu einem Faservlies geklopft wurde – ähnlich der Herstellung von Papyrus. Die Technik verbreitete sich auch nach Mittel- und Südamerika, wo das Produkt noch heute u.a. aus der Rinde des Jonote-Baumes hergestellt wird und Amate oder Amatl genannt wird. Rinde kann man also nicht nur direkt beschreiben, sondern auch zu einem papierähnlichen Stoff verarbeiten.

Mehr über die Nutzung von Birkenrinde
Mehr über Tapa und Amatl